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Warentest Spirituslampen
geschrieben von Jürgen Breidenstein 
Warentest Spirituslampen
06. Mai 2011 13:43
Hallo,

auch im Jahr 1907 war es der Deutschen Agrarindustrie bereits ein wichtiges Anliegen, Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu finden. So wurde nichts unversucht gelassen, um wie wir heute sagen würden "nachwachsende Rohstoffe" in Form von Kartoffeln, zu Spiritus zu vergären und als Energieträger einzusetzen. Leider fehlte es im Jahr 1907 (so wie heute) an geeigneten Geräten, um diese Energie in Form von Alkohol zu nutzen.

Um den technischen Fortschritt zu beschleunigen, wurde ein Wettbewerb veranstaltet: Demjenigen Lampenproduzenten, der eine marktgerechte Spirituslampe bauen konnte, wurde als Preisgeld eine Prämie in Höhe von 5.000 Mark versprochen.

Ich habe einen Text ausgegraben, der die Details des Wettbewerbs schildert und in dem elf Spirituslampen ausführlich vorgestellt werden. Sowas macht Freude! Ich möchte euch den Text nicht vorenthalten und habe ihn als pdf (3MB) ins Netz gestellt:

Spirituslampen-Wettbewerb

Gruß

Jürgen

P.S.: Der Sieger war: Hugo-Schneider mit dem HS-2


Re: Warentest Spirituslampen
06. Mai 2011 14:52
Hallo Jürgen,

und wieder einmal ein tolles Stück Literatur, zum gemütlichen schmökern im Schein einer Petroleum (oder Spiritus !) Lampe.
Der spätere Samstag- Abend ist gerettet, Vielen Dank !

Herzliche Grüße,

Rainer
Vieeeeeelen Dank Jürgen

Gruss

Roman
Re: Warentest Spirituslampen
06. Mai 2011 15:04
Da fällt mir noch was ein:

Wer einen der genannten Brenner hat, könnte mir ein Foto senden. Ich könnte es dann noch in den Text einfügen (natürlich mit Quellenangabe). Mein HS-2 sieht leider ziemlich speckig aus und mein Albino Brenner hat keine Galerie. Die anderen Brenner habe ich nicht.

Gruß Jürgen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.11 15:06.
Hallo Jürgen

Ich habe im Moment leider nur dieses Bild von einem HS2 Spirituslicht zu bieten.

Gruss

Roman


Re: Warentest Spirituslampen
07. Mai 2011 13:09
Hallo,

http://scherning.udicom.de/Lampen/HS_licht.htm

Ich such mal nach den Originalbildern. Irgendwo in den unendlichen Tiefen irgendeiner Festplatte oder Datensicherung sollten die noch rumliegen.

Grüße

Erik
Re: Warentest Spirituslampen
07. Mai 2011 14:56
...dann will ich mich mal auch nicht lumpen lassen...
Allerdings sind die Brenner bei mir auch nicht im "Bestzustand", und außerdem noch auf ihrem jeweiligen Bassin montiert.
Schönen Gruß, Martin


Christer
Re: Warentest Spirituslampen
07. Mai 2011 18:57
I'm not surprised that the HS was found to be the best!
It's a fantastic burner. It works very well with an upright gaslight mantle.

Here are some (small) images of mine. If you think you can use the picture, feel free to do so.

m.f.g.
Christer


Re: Warentest Spirituslampen
08. Mai 2011 14:59
Habe auch noch so einen Brenner, und dazu eine Frage bzw. Suche:
Der Regulierhebel, der die Düse öffnet, hat bei mir gefehlt. Ich habe einen selbstgebaut, wäre aber nett, falls noch jemand was übrig hat. Ist der Rote Knopf aus Plastik ?
Wie kann ich den Docht erneuern und was nimmt man dafür am besten ? Was für einen Glühstrumpf nimmt man (...ich habe einen 500er Strumpf umgebaut, leuchtet, aber nicht optimal...)
Gruß: Peter
Re: Warentest Spirituslampen
08. Mai 2011 18:28
Hallo!

Bei mir fehlt auch das rote Hartgummiteil vom Regulierhebel. Die Stange ist aus Messing und wird in das Regulierstück eingeschraubt (dieses hat vier entsprechende Gewindelöcher). Das Hartgummiteil sitzt innen auf einer größeren Scheibe auf und wird von aussen mit einer kleineren Scheibe von einem Nietkopf gehalten. Das war auch der Grund dafür, warum ich es bei meinem Brenner noch nicht ersetzt habe: ich wollte den Originalhebel erhalten.

Als Glühstrumpf passt fast perfekt der Aladdin G916, erhältlich z.B. hier im Shop. Er ist nur unten ein wenig zu eng, d.h. er liegt etwas am Brenner an. Das ist aber sicher nicht die preiswerteste Lösung.

Gruß, Martin
Re: Warentest Spirituslampen
08. Mai 2011 19:14
Moin Peter!

Kuck doch mal auf meiner Homepage unter "Lampen" bei Titolandi und Hugo Schneider No1 und 2.

_______________________________________________________________________________________________________________
Es ist geradezu ein Verbrechen gegen die beiden Männer, die längst der kühle Rasen deckt, ihre Verdienste um die Lampenindustrie zu verschweigen
-------
So denn, das war's (KS)...
...DFR (www.lampenmaxe.de)
Re: Warentest Spirituslampen
08. Mai 2011 21:24
Soweit so gut, danke für euere Antworten. Aber was mache ich mit dem Docht ?
(der wurde bei meinem Brenner anscheinend mal "gestutzt"....
Hat den schonmal jemand gewechselt ? Muß ich den Brenner auflöten ?
Re: Warentest Spirituslampen
08. Mai 2011 22:00
Hallo Peter,

> Soweit so gut, danke für euere Antworten. Aber
> was mache ich mit dem Docht ?
> (der wurde bei meinem Brenner anscheinend mal
> "gestutzt"....
> Hat den schonmal jemand gewechselt ? Muß ich den
> Brenner auflöten ?


genau den wechsel und die Neuanfertigung eines Dochtes zeigt Dirk auf seiner Hompage.
Leider zeigt er nie den direkten Link und weils so lustig ist benennt er seine Lampen auch noch anders.

Du musst also auf www. lampenmaxe.de gehen, dort auf das Petromax-Symbol klicken, danach auf "Lampen" klicken und
nach der "Pömmel Lampe" suchen (etwa in der Mitte der Seite, rechts außen). dort steht genau das was Du suchst.

mit freundlichem Gruß
Torsten

----------------------------------
Ex fumo dare lucem
Re: Warentest Spirituslampen
08. Mai 2011 22:21
Alles klar und danke.
Dann werde ich bei Gelegenheit mal den Docht rausziehen....
Re: Warentest Spirituslampen
08. Mai 2011 22:25
Hallo Peter!

Auflöten sollte nicht nötig sein, wenn der Brenner halbwegs i.O. ist. Leider ist der Spiritus bzw. das darin enthaltene Wasser korrosiv, was zu defektem Weichlötungen führen kann. Daher am besten mal genau nachsehen.

Leider weiss ich nicht genau, aus welchem Material der Docht ist. Das sollte aber herauszubekommen sein (ggf. Brandprobe an einem kleinen Stückchen machen und den Geruch testen). Den Docht, den ich mal an einer Amorette ausgewechselt habe konnte ich glücklicherweise "recyceln".
Er ist in mehreren Strängen über ein kleines Stück dünnes Eisenblech geschlungen, mit dessen Hilfe er dann in die Dochthülse hineingeschoben wird, so dass die Schlaufen oben drinsitzen. Darüber sollten noch ca. 5-10m Luft als Verdampfungsraum frei bleiben. Leider rostet das Eisenblech mit der Zeit weg und setzt dabei den Docht so mit Rost zu, dass er dicht verbacken ist und manchmal nur noch vorsichtig herausgebohrt / -gefräst werden kann. Damit ist dann auch das verrottete Eisenblech weg.

Beim Einbau ist die richtige Pressung sehr wichtig: Die Kapillarkraft muss dem Dampfdruck soviel entgegensetzen, dass der Spiritus nicht in den Tank hinein vergast (bei zu loser Stopfung), und andererseits ausreichend fördert, um die maximale Leistung herauszuholen (klappt eben nicht bei zu fester Stopfung). Daher muss man vor dem Austausch die Stränge abzählen und auch deren Dicke beachten. Man sollte auch unbedingt wieder Eisen- / Stahlblech zum Stopfen nehmen, da es z.B. eine schlechtere Wärmeleitung als Kupfer hat, wodurch die Funktion gefahrlos gegeben ist. Andernfalls verdampft der Spiritus schon zu weit unten bzw. der Tankinhalt erwärmt sich zu stark.
Zum Ausprobieren sollte man den reparierten Brenner zuerst auf einem Glastank beobachten. Es dürfen im Betrieb keine Blasen nach unten austreten.

Zu dem Thema gab es hier glaube ich auch schon diverse Threads.

Gruß, Martin
Re: Warentest Spirituslampen
09. Mai 2011 13:45
Hallo Martin,

du hast das Problem des wegrostenden Eisenblechs angesprochen.
Lasst ihr eure Spiritusglühlichter eigentlich das ganze Jahr einfach im gefüllten Lampenbassin stehen?

Ich nutze das Glülicht immer nur 3 bis 4 Wochen am Stück, dann nehme es heraus und lege es, nachdem ich das Messing mit einem öligen Lappen eingerieben habe zum Aufbewahren trocken in eine Schachtel.
Das ist natürlich umständlich, da ich bei jeder Nutzung den Glühstrumpf neu herrichten muss, aber ich hab einfach Angst, dass mir der gemeinaggressive Alk mein sündhaft teures Glühlicht ruiniert!

Anbei Fotos von meinem "Amor" Glühlicht.
Das hat zwar beim Wettbewerb nicht mitgemacht, aber wenn hätte der Rest einpacken können...

(ich meine übrigens aus der Zusammenfassung herausgelesen zu haben, dass der HS 1 "Liliput" den Preis abgestaubt hat!)


Grüße



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.11 13:55.


Re: Warentest Spirituslampen
09. Mai 2011 15:50
Hallo Udo!

> Lasst ihr eure Spiritusglühlichter eigentlich das ganze Jahr einfach im gefüllten Lampenbassin stehen?
... nein, natürlich nicht, aber leider bekommt man die Dinger meist eben nicht im Topzustand in die Finger, da die Vorbesitzer offenbar genau das gemacht haben. Da bleibt dann halt nur die mehr oder weniger gründliche Restaurierung vor der Inbetriebnahme.

Gruß, Martin
Re: Warentest Spirituslampen
09. Mai 2011 17:51
Hallo Martin,


Eigenes Zitat: "Lasst ihr eure Spiritusglühlichter eigentlich das ganze Jahr einfach im gefüllten Lampenbassin stehen? "
sollte kein Vorwurf sondern nur eine Anfrage sein!

Na ja, o.k. versuche ich es mal mit einer präziseren Formulierung:

Wie haltet ihr es mit euren Glühlichtern, wie lange setzt ihr sie dem verderblichen Alkohol aus?

Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.11 18:02.
Re: Warentest Spirituslampen
09. Mai 2011 18:39
Hallo Udo!

Jaja, das kommt davon, wenn man gerade gestresst auf der Arbeit ist, da kann man schon mal was in den falschen Hals kriegen ;-) Aber nix für ungut, ich war nicht böse!

Ich selbst lasse den Alkohol heraus und den Tank eine Weile offen stehen, damit die Restfeuchtigkeit verdunsten kann. Ebenso wird der Brenner nur eine Weile offen hingelegt/gestellt, bis er trocken ist. In der Sonne geht das ganz schnell. Der Docht bleibt drin. Danach baue ich alles wieder zusammen und lasse die Lampen als Dekoobjekt stehen, bis ich wieder mal Lust auf das entsprechende Licht habe. Bei Petroleum-Dochtlampen wird auch der Rest ausgeschüttet, die trocknen dann meistens von alleine (Petro ist auch nicht so korrosiv). Die Petroleum-Drucklampen brenne ich immer ganz leer, die minimale Restpfütze bleibt im Tank (aber ich verwende auch immer nur hochgereinigtes klares Petro oder Grillanzünder, da gibt's keine Rückstände).
Weitere Schritte zur Konservierung habe ich mir bis jetzt immer gespart, da die Lampen warm und trocken stehen (also nicht irgendwo im Keller oder im Schuppen).

Gruß, Martin

P.S. Übel korrosiv ist auch Pflanzenöl, von wegen der Fettsäuren. Also auch damit vorsichtig sein, die Weichlötungen werden ganz grau und bröselig davon. Besser ist Paraffinöl.
Re: Warentest Spirituslampen
13. Mai 2011 18:25
Hallo,

verträgt eigentlich der in der Messinghülse eingefasste Docht das "trockenlaufen" während des Betriebes?

Kann ja passieren, wenn man vor einer vorübergehenden Stillegung sein Spiritusglühlicht das Bassin möglichst leersaugen lassen möchte und dabei nicht aufpasst.

Grüße Udo
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