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Fotos vom 22. großen Lampentreffen, 16. Juni - 19. Juni 2022 in Ebrach (Oberfranken)

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Neuling mit PM 829B
geschrieben von Drkingschultz 
Neuling mit PM 829B
01. August 2015 16:10
Guten Tag,

ich habe mich gerade hier angemeldet, da ich seit kurzer zeit ein neues Hobby habe. Mein Hobby sind Petromaxen, insbesondere die HK 500 in Bundeswehrausführung.

Ich habe mir nun endlich mal eine solche Lampe gekauft (Bj.61 laut Transportkiste, Tank ist von der Firma Geniol) und mich tiefergehend in die Funktionsweise und Reparaturleitfäden eingelesen.

Wenn ich nicht weiterkam, konnte mir das Internet immer weiterhelfen und so habe ich die Lampe mittlerweile wieder in einen guten und funktionsfähigen Zustand versetzt.

Als sie ankam, war sie etwas verdreckt/verrußt und offensichtlich länger außer Betrieb. Leider ist beim Versand das Glas zerbrochen, das ist dumm gelaufen, aber kann halt passieren.

Erster Probelauf mit einem Gemisch aus Petroleum und Grillanzünder: Enttäuschend! Pumpe baut keinen Druck auf. Internet befragt: Manschette trocken oder verschlissen. Also eingeölt und gestaucht. Funktioniert. Erster Start: Statt hellem Licht in inneren, gelbe Flammen die aus dem Deckel schlagen. Ursache: Zu ungeduldig gewesen, Vorwärmzeit zu gering. Danach hats funktioniert, Lampe leuchtete.

Nun wollte ich aber nicht nur rumleuchten, sondern auch basteln und die Funktionsweise verstehen. Also die Lampe nach einer Überholungsanleitung aus dem Netz zerlegt, alles gesäubert und kontrolliert. Beim Hersteller diverse Dichtungen bestellt (Vergaserfußventildichtung, Manometerdichtung, neue Ledermanschette, Bleidichtung, neues Glas).

Habe dann alles wieder zusammengebaut und es sieht gleich viel besser aus, jetzt wo sie so sauber ist.

Testlauf: Alles ok.

Hatte dann noch ein Problem mit dem Mischrohrglühen, welches ich aber mit Hilfe des Internets und Korrektur des Mischrohrabstandes in den Griff bekommen konnte.

Lampe ist jetzt dicht (Wassereimertest bestanden und auch noch nach 2 Stunden kein Druckverlust auf dem Manometer sichtbar).

Anschließend habe ich noch die Düsennadel in der Höhe korrigiert (stand zu hoch raus) und das wars.

Fazit: Eine Woche lang nach Feierabend gebastelt und probiert, viel Spaß dabei gehabt, viel gelernt.

Ein paar Fragen habe ich aber dennoch:

Ich will mir gerne nochd ie ein oder andere Bundeswehrmaxe zulegen. Welchen Preis haltet ihr für ein Exemplar in gebrauchtem, aber nicht verbrauchtem Zustand (also keine Beulen usw.) für angemessen? Für meine habe ich inkl. Transportbox und Versand 70 EUR gezahlt. Dann leider noch das ungeplante Glas und die absehbaren Ersatzdichtungen.
Bei Ebay werden da oft Preise von über 100 EUR aufgerufen, was ich sehr viel finde. Dafür kriege ich ja schon eine HK 500 neu.

Habe ich bei der Generalüberholung noch etwas vergessen? Sollte man noch irgendtwas erledigen, wenn sie eh zerlegt ist?
Re: Neuling mit PM 829B
01. August 2015 18:07
Hallo Dr. King Schultz,

zu Preisen wirst du hier im Forum allgemein wohl nichts erfahren (siehe Disclaimer). Da wir hier alle mehr oder weniger dasselbe Hobby haben, gilt immer der gleiche Grundsatz: Die Lampen sind genau so viel wert, wie du bereit bist für sie zu bezahlen. In der Bucht kann man sich zwar einen Überblick über die Preislandschaft verschaffen, aber man bezahlt halt auch für die Reichweite der Anzeigen. Auf Flohmärkten kann man sicher bessere Schnäppchen machen, aber es braucht Geduld.

Bei der Generalüberholung ist meistens zuerst der Dichtungssatz (an Fußventil #196, Pumpenventil #10, Rapid-Dichtung #229 und Füllschraube #5 bzw. #149) zu ersetzen, da das Material mit der Zeit hart und spröde wird. Durch das Auseinanderbauen sind dann auch noch die entsprechenden Bleidichtungen fällig. Oft sind auch Nadel #68 und/oder Düse #50 verschlissen. Ansonsten sollte man ggf. den Tank reinigen, Vergaser entkoken (mittels Ultraschallbad, Fahrrad-Bowdenzug etc.) und alle Einstellungen prüfen (Mischrohrabstand, Nadelhöhe etc.). Wenn alles korrekt ist, dann hat man mit einer solchen Lampe einen zuverlässigen Begleiter.

Bezüglich polieren, neu lackieren, neu vernickeln etc. bin ich mittlerweile etwas skeptisch. Man wird meistens sowieso nicht den Neuzustand völlig wiederherstellen können, und warum sollte so ein altes Schätzchen nicht auch etwas Patina haben. Bei mir wird daher nur der Dreck entfernt, der Rest bleibt wie er ist. Ich freue mich aber natürlich auch immer besonders, wenn ich eine möglichst gut erhaltene Lampe ergattern konnte, welche mit etwas "drüberwischen" wieder wie neu aussieht. Allerdings gibt es hier auch Kollegen, die aus wahren "Schrotthaufen" wieder tolle Glanzstücke zaubern. Aber das lohnt m.E. wirklich nur bei ganz besonderen Teilen (z.B. Hängelampen etc.)

Von den neuzeitlichen Nachbauten der 500er PX würde ich aus qualitativer Sicht eher abraten. Da waren die alten Geräte meistens deutlich akkurater/solider gefertigt.

Gruß, Martin

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.15 18:12.
Re: Neuling mit PM 829B
01. August 2015 20:09
Danke für die ausführliche Antwort.

Es lag mir fern, hier bzgl. der Frage nach einem angemessenen Preis Werbung machen zu wollen oder jemanden zur Werbung zu animieren.
Ich will hier auch nichts verkaufen.

Also dann habe ich im Grunde alles erledigt, was du mir zur Überholung vorgeschlagen hast. Lediglich die Dichtung des Rapid habe ich belassen, den auch nicht ausgebaut, da er tadellos funktioniert und dicht ist.

Eine Ersatzdüse lag der PM noch bei, die werde ich ggf. nochmal antesten, um zu sehen, ob es da einen Unterschied gibt. Ich habe das Gefühl, die jetzige Düse spritzt das Petroleum nicht kerzengerade hoch, sondern mal etwas zur einen Seite, dann zur anderen, wies gerade gefällt.
Das nadeln der Düse bringt dabei keine Verbesserung, Nadelhöhe ist m.E. auch korrekt eingestellt. Lampe brennt auch wunderbar.
Re: Neuling mit PM 829B
02. August 2015 01:18
Hallo Michael,
hier nochmals ein Herzliches Willkommen!
Das mit den Preisen hat Martin ja schon soweit besprochen.

Ich würde noch anfügen wollen:
Mit dem von Dir o.gen. Tarif hast mMn nicht drauf gelegt.
Das ist eine Bw-Petromax (PX) bzw. Geniol material-, verarbeitungs- und gebrauchstechn. auf jeden Fall wert, zumal bei Deiner ja noch die Bw-Blechkiste dabei war.

Da diese Lampen möglicherweise nicht von Beginn ihres irdischen Daseins an bis zu ihrem Verkauf über die Vebag immer in der mitgelieferten Behausung wohnten, ist die auf der Kiste aufgemalte Jahreszahl nicht unbedingt identisch mit dem Herstellungsdatum der Laterne selbst.
Soviel ich weiß, läßt sich bei der Geniol das Baujahr aber auch nicht anhand der auf dem Tankboden eingeprägten Zahl ermitteln, bei den PXen mit 4-stelliger Zahlenfolge geht das.

Wo ich schon dabei bin, noch Folgendes: Bei Lampen aus ehem. Bw-Bestand kann es ohne weiteres vorkommen, daß diese Lampen nicht immer "von oben nach unten bzw. innen nach außen" reine Petromaxen oder reine Geniol sind, sondern von den Instandsetzern in den Bw-Werkstätten (Inst.) nach Gusto mit Ersatzteilen bestückt wurden. Es wurde halt verbaut, was gerade auf Lager war.

Viel Spaß weiterhin!

PS:
Ersatzteile kannst Du Dir auch aus dem hiesigen Shop bestellen.

Gruß Rüdiger
Re: Neuling mit PM 829B
02. August 2015 10:16
Hallo,

ja ich habe auch schon gelesen, dass die PMs bei der Bundeswehr häufig zerlegt wurden und dann mußten die Grundwehrdienstleistenden zur Beschäftigung aus Einzelteilen von 10 PM wieder 10 funktionierende PM zusammensetzen.

Das Baujahr wäre natürlich mal interessant gewesen, aber wenn es sich nicht ermitteln läßt, ist es eben so. Auf dem Tankboden ist zwar eine Nummer eingeschlagen, aber bei den Geniol ist die ja ohne Bedeutung (zumindest bzgl. Baujahr).

Eine Frage habe ich noch:

Ich habe ja die Ventilfußdichtung getauscht. Jetzt ist eine neue drin, die mit dem Mittelsteg aus Metall. Trotzdem schließt sie nicht 100%. Das heißt, manchmal schließt sie wirklich ganz, manchmal tritt oben an der Düse eine geringe Menge Petroleum aus. Eben war es sogar so, dass bei 1,5 atü nach kurzem Öffnen und Schließen des Ventils oben immer noch ein feienr Strahl herausspritze. Es scheint also unterschiedlich zu sein, denn gestern z.B. war sie absolut dicht und auch bei ordentlich Druck auf der Lampe trat nichts aus.
Wie sollte ich hier am besten vorgehen? Vergaserfuß ausbauen ist ja immer so eine Sache, da man jedesmal eine neue Bleidichtung braucht.
Sind Rückstände im Tank wohl die Ursache, wobei sich Dreck auf der Dichtung absetzt?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.15 11:11.
Re: Neuling mit PM 829B
02. August 2015 11:43
Hallo Michael,
das Vergaserfußventil ist m.E. die größte "Schwachstelle" an den Petromaxen. Trotzdem die Feder dort relativ stark ist, können Verschmutzungen aus dem Tank die korrekte Funktion beeinträchtigen. Deshalb soll eine Petromax auch nicht mit aufgepumptem Tank abgestellt werden.
Eine geringe Leckage ist kein Problem, da während des Anheizens mit dem Rapid das ausgetretene Petroleum recht schnell verdampft, und die Anheizphase recht kurz ist. Bei größeren Undichtigkeiten hat man aber schnell eine Sauerei und/oder ein "Flammendes Inferno" erzeugt.
Den Spiritussanftstart führe ich immer drucklos aus (das Ventil ist schon offen) und fange erst an zu pumpen, wenn der Vergaser ausreichend vorgeheizt ist. Meistens reicht schon ein einziger Pumpenhub und die Lampe zündet mit einem leisen "Plopp". Danach kann man gemütlich bis zur gewünschten Helligkeit weiterpumpen.
Gruß, Martin

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Re: Neuling mit PM 829B
03. August 2015 18:36
Danke.

Sanftstart hab ich noch garnicht ausprobiert, da ich keinen Spiritus zuhause habe....werde ich aber demnächst mal nachholen.

Ich denke, ich werde es so lassen, wie es ist. Ggf. bei Gelegenheit nochmal den Tank auswaschen um das Zusetzen der Dichtung zu verhindern, aber ansonsten bleibt es so, wie es ist.

Ist meistens auch nur minimaler Petroleumaustritt, also keine Gefahr eines flammenden Infernos beim Starten.
Re: Neuling mit PM 829B
06. August 2015 22:11
Eine neue Frage:

Eben haben wir mit leuchtender PM auf der Terasse gesessen. Alles wunderbar soweit, leuchtet schön hell, minimales pulsieren, nicht weiter störend. Betriebsdruck ca. 2 atm.

Mir fiel dann aber auf, dass der Tank sich nach einer halben Stunde Betrieb sehr stark erwärmt hatte. Also man hat sich nicht verbrannt, aber länger als ein paar Sekunden anfassen war schon schmerzhaft. Also zum Nachpumpen hätte man einen Lappen oder Handschuhe gebraucht.

Ist das normal und unbedenklich? Gut, es ist windstill und ohnehin sehr warm draußen.....

Glühstrumpf scheint mir in Ordnung, keine Stichflamme sichtbar, die auf den Tank zeigt. Mischrohrabstand richtig eingestellt, kein Mischrohrglühen, lediglich der Tonbrenner glüht nach dem Ausschalten nach.
Re: Neuling mit PM 829B
06. August 2015 22:35
Drkingschultz schrieb:
-------------------------------------------------------
> es ist
> windstill und ohnehin sehr warm draußen.....

... und Du hast vermutlich keinen Prallteller "verbaut".

That's all.

Solange der Glühstrumpf kein Loch nach unten hat
oder samt Mischkopf bzw. Brenner abgefallen ist,
ist so eine Tankerwärmung normal.
Erspart als angenehmen Nebeneffekt das Nachpumpen.

Der Parallschutz erfüllt neben der geringeren Tankerwärmung
noch einen nicht zu verachtenden Effekt:
Fällt Dir unbemerkt der Socken alleine, der Brenner oder Brenner plus Mischopf einmal ab
kann Dir der heiße Gasstrahl ungehindert den Zentrierteller samt Zentralschraube soweit erhitzen,
daß sich die Aufnahmemutter entlötet und das Tragegestell neigt bzw. ganz abfällt.
Selten, aber nicht unmöglich - daher lohnt sich das Nachrüsten mit dem Prallteller allemal.

Edith: Diese Prallteller gibt es in Messing, Chrom glänzend bzw. BW-matt.
Mußt dann nur wissen, ob Deine PX (350/500) vor oder nach 2000 gebaut wurde,
wegen verschiedentlicher Rapidgeometrie.

Gruß Rüdiger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.15 22:37.
Re: Neuling mit PM 829B
06. August 2015 22:51
Hallo nochmal,

Wenn es sich um eine große Petromax 350/500 handelt dann ist das nicht normal.
Die dürfen nur handwarm werden.
Also alle Schraubverbindungen überprüfen.
1.Haube und Innenmantel vorsichtig entfernen.Glühkörper nicht beschädigen.
2.Düse abschrauben und überprüfen ob die Düsennadel angezogen ist.Dazu gibt es den Düsennadelschlüssel.(Ein Messingröhrchen mit Dreikant)
Dann die Düsennadel nach unten drehen mittels Handrad.Dann die Düse wieder draufdrehen und gut anziehen.Dann das Handrad vorsichtig um 180Grad drehen und dabei schauen ob die Düse durch die Düsenbohrung kommt.Sie sollte nicht weiter als 1mm herausragen.Nun mach mal ein paar Pumpenhübe bei geschlossenem Vergaserfussventil.(Handrad Nase nach oben).Dann das Handrad wieder um 180 Grad drehen(Handrad Nase nach unten).Halte zuvor einen Lappen etwa 20 cm über die Düse.So nun muß der Petroleumstrahl schön gerade nach oben spritzen.
Wenn das alles ok ist unersuchst du den Innenmantel.Schau nach ob der Brenner ordentlich auf der Mischkammer angezogen ist und ob die Mischkammer ordentlich auf das Mischrohr festgeschraubt ist.Mischrohrabstand überprüfen mit Petromaxlehre14mm-14,5mm.Mischrohr darf keinen Grad auf der Eingangsseite haben und sollte direkt über der Düse sitzen.Der Innenmantel darf nicht wackeln können.Er muß ringsherum gleichmäsig auf dem oberen Ring des Tragegestells aufliegen.

Wenn du das alles gewissenhaft gemacht hast testest Du die Starklichtlampe nochmal.

MFG.Reinhard
Re: Neuling mit PM 829B
06. August 2015 23:01
Moin Reinhard,

nachdem Dr. King schrieb, daß nach seinem Ermessen alles soweit in Ordnung scheint
und er mit ca. 2 atm. Druck und damit schon mit der max. vorgesehenen Leistung fährt,
wahrscheinlich nur Petro ohne Benzinbeigabe im Tank hat,
sehe diese Wärmeentwicklung als nicht bedenklich an.

Eine PX mit nur einem Atü auf dem und eine Benzin-Petro-Gemisch im Kessel
sowie mit einem Prallteller bestückt, wird weitaus weniger warm.
Hasag/Mewa, Coleman oder Engländerinnnen erwärmen sich acu nicht so sehr.

Alles meine eigenen Erfahrung/en.

Er soll mal weniger Druck auf den Kessel geben, hilft auch schon mal ...

Gruß Rüdiger
Re: Neuling mit PM 829B
06. August 2015 23:12
Hallo Rüdiger,

Herr Schultz schrieb der Tank hätte sich stark erwärmt und man könne ihn nur ein paar Sekunden anfassen.
Zum Nachpumpen hätte man einen Lappen oder Handschuhe gebraucht.
Das ist nicht normal Rüdiger.
Sowas ist mir bei all meinen "Großen" noch nicht vorgekommen.

MFG.Reinhard
Re: Neuling mit PM 829B
06. August 2015 23:19
... bei den momentanen Temperaturen (z. Zt. noch ca. 30°C in der Kölner Bucht) kannst du schon mal 10°C zur "normalen" Temperatur des Tanks addieren. Das heißt aus 30-40°C werden 40-50°C, und dann wird's für die Hand schon langsam unangenehm. Alles was unter 60°C liegt würde ich aber noch als unbedenklich bezeichnen. Und bei Petro ohne Benzinzusatz gibt's keinen Grund zur Beunruhigung.

Solange das Manometer keinen selbstständigen Druckanstieg anzeigt ist alles im Lot. Und bei Benzinlampen muss man eben weniger pumpen, nur den Druck ggf, öfters mal kontrollieren. Daher haben die Benzinlampen einiger Hersteller auch häufiger mal ein Manometer (im Gegensatz zu den Petro-Versionen).

Der PX-Prallteller ist ein Feature, welches ich noch nicht als unbedingt nötig angesehen habe. Aber bei den von Rüdiger beschriebenen Fällen (unbeaufsichtigter Betrieb oder Fehlbedienung) kann er ggf. Unfälle verhüten. Etwas Ähnliches ist auch bei einigen Benzinversionen von Ditmar, Hasag oder auch Coleman verbaut.

Gruß, Martin

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.15 23:38.
Re: Neuling mit PM 829B
07. August 2015 00:30
Habe da gerade eben im Nachbarforum etwas zum Thema passend gefunden.
Es gaht da zwar um die kleine Zicke (Petromax/Geniol 830), denke aber,
man kann daraus gewisse Schlüsse ziehen.

Da aus verständlichen Gründen ein Direktlink unerwünscht ist,
zitiere ich mal Auszüge:
.../.. Was mir aufgefallen ist - bei der Verwendung von GSK-Grillanzünder wird der Tank (trotz Prallteller) dermaßen abartig heiß, dass man ihn nur wenige Sekunden anfassen kann, nachpumpen geht nur mit Handschuhen oder viel Hornhaut an den Flossen...
../.. ein prallteller wird das problem des warmen tanks nicht beheben.
spätestens wenn ein lampenschirm aufgesetzt wird, erhöht sich die temperatur am tank nochmals. ....
- bei mir hat sich eine mischung von 30% petroleum u. 70% motorenbenzin als der bester kompromiss zwischen helligkeit u. tanktemperatur bewährt.
- noch kühler geht die lampe wenn reines motorenbenzin verwendet wird.
jedoch nimmt die helligkeit etwas ab und es zeigt sich manchmal auch ein leichtes pulsieren.
.../...


Gruß Rüdiger
Re: Neuling mit PM 829B
07. August 2015 03:02
Hallo Rüdiger,

Jetzt ziehst du auch noch das blaue Forum hier rein.
Außerdem ging es dort um eine 150er Geniol.
Jeder weiß daß die150er im Petroleumbetrieb heiß werden.
Man kann doch nicht eine 150er mit einer 500er vergleichen.

Übrigens der normale Betriebsdruck einer Petromax liegt laut aktueller Petromax-Betriebsanleitung bei 2,5 atm.
Bitte nimm das mal zur Kenntnis.

MFG.Reinhard



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.08.15 03:40.
Re: Neuling mit PM 829B
07. August 2015 18:47
Schon gut, ich wollte keinen Streit provozieren.

Also ich habe keinen Prallteller verbaut und ich tanke die Lampe zur Zeit mit einem Gemisch aus hochgereinigtem Peroleum und Grillanzünder.

Ich werde nochmal alle Dinge überprüfen, wie oben beschrieben und es erneut versuchen. Sollte es erneut warm werden, muß ich mal einen Vergleich bei kühleren Temperaturen oder mehr Wind machen.

Mir gings erstmal nur darum, dass an der Lampe kein Schaden dadurch entstehen kann oder dergleichen.
Re: Neuling mit PM 829B
08. August 2015 00:13
Reinhard,
wir wollen die Vergangenheit bitte ruhen lassen,
und ich habe/hatte auch nicht vor, zu streiten oder Salz in Wunden zu kippen,
deswegen schrieb ich auch
- nicht "das blaue" sondern das "Nachbar"-Forum.
Das sollte auch nur meine eigene Argumentation untermauern, mehr nicht.

Zitiert habe ich
- nicht wegen der 150er, sondern bezügl. dem Prallteller ...

In keiner PX-Anleitung steht was von Betr.-Druck 2,5 bar,
sondern
- max. Betr.-Druck ist 2 bar lt. BDA für die PX
- lt. PX-BDA min. Betr.-Druck nicht unter 1 bar
Im Übrigen
zu dem Thema wurde bisher genug diskutiert, deswegen verweise ich ledigl. darauf
und möchte nicht erneut grundsätzliches erneut in Frage stellen.
Desweiteren ist die rote Markierung, die sich auf den max. Druck bezieht bei ca. 1,8 bar angebracht.
Siehe auch beigefügtes Foto.

Gruß Rüdiger


Re: Neuling mit PM 829B
08. August 2015 00:53
Scan0011.pdfNein Rüdiger du irrst dich.
Schau mal auf den scan.
Der rote Strich ist für den Rapid 1,5at.
Der Betriebsdruck einer Petromax liegt bei 2,5at.

Soll ich dir noch mehr solche scans schicken ?

MFG.Reinhard
Re: Neuling mit PM 829B
08. August 2015 09:33
Mandragora officinales schrieb:
-------------------------------------------------------
> Schau mal auf den scan.
> Der rote Strich ist für den Rapid 1,5at.
> Der Betriebsdruck einer Petromax liegt bei 2,5at.

Wie der aktuelle Importeur zu diesen Angaben kommt, ist mir rätselhaft. Ganz abgesehen davon, wie man mit den heutigen Schätzeisen überhaupt einen definierten Druck einstellen will.

In diesem Thread geht es, soviel ich verstanden habe, um eine Bundeswhr-Petromax von 1961. Und für diese dürfte wohl die _damalige_ Bedienungsanleitung gelten.

MfG Ludwig
Re: Neuling mit PM 829B
08. August 2015 14:59
Hallo zusammen ,hallo Ludwig.

Was bitteschön soll an der aktuellen Betriebsanleitung für Starklichtlampen der Firma Petromax rätselhaft sein ???

Ich habe 2013 vier Petromaxmanometer gekauft.Die sind wirklich von ausgezeichneter Qualität und funktionieren sehr gut
.

Ich habe heutemorgen nochmals mehrere alte Petromax-Betribsanleitungen angeschaut.1960,1962 usw und konnte nichts erkennen was der heutigen Betriebsanleitung grundsätzlich widersprechen würde.
Nach meinem Verständnis beziehen sich die dort gemachten Angaben über den Druck ausschließlich auf den Startvorgang.Von einem normalen oder maximalen Betriebsdruck ist dort nichts zu lesen.
Es ist lediglich noch zu lesen daß man den Druck nicht unter 1at abfallen lassen soll.

Nochmal zum besseren Verständnis:
Die Petromaxmodelle 827,828 und 829 waren mit Manometer ausgestattet.
Weniger um den"Betriebsdruck"abzulesen sondern wegen dem Rapid.Deshalb hatten die mit Rapid ausgestatteten Modelle einen Manometer.Der rote Strich im Manometer war nach meinem Verständnis ausschließlich dem Startvorgang mittels Rapid angedacht.Der rote Strich hat nichts mit "maximalem Betriebsdruck" zu tun.

Natürlich wurden auch Lampen ohne Rapid ,Petromax 821 und 826 von manchen Kunden mit einem Manometer nachgerüstet.

Alle meine Petroleumstarklichtlampen leuchten mit etwa 2,5 at am besten.
Eine weitere Druckerhöhung bringt nichts.
Deshalb sind 2,5 at der "optimale Betriebsdruck"

Benzinlampen kommen natürlich mit sehr viel weniger Druck aus.

Fazit.
Die Petromax-Betriebsanleitungen sind schon in Ordnung.
Man muß sie nur richtig lesen können.
Damals wie heute !


MFG.Reinhard



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.15 15:39.


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