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Ditmar MAXIM No 506 / Eugen Schatz
geschrieben von Knusper 
Ditmar MAXIM No 506 / Eugen Schatz
13. Dezember 2016 18:01
Hallo zusammen,

habe die beigefügte Laterne bekommen. Nach erster Sichtung scheint es eine Ditmar MAXIM No 506 zu sein, die in einer Lampenkiste von Eugen Schatz steht.
Leider gibt es wenig darüber zu finden. Eventuell hat diese eine Ähnlichkeit mit der auf hasag.info gezeigten Laterne. Dann wäre es möglicherweise eine von Eugen Schatz zugekaufte Ditmar No. 506 zum Vertrieb in der Schweiz.
Hat jemand zur Historie (Alter etc.) mehr Info?

Leuchtende PetroleumGrüße aus Baden

Uwe Pü


Re: Ditmar MAXIM No 506 / Eugen Schatz
13. Dezember 2016 18:39
Hallo Uwe,
das ist jedenfalls eine Ditmar. Insgesamt sieht sie mir aber eher wie eine 519 aus, wobei die aber keinen Glasschutz hat. Die 506 ist mir dagegen noch nicht in der komplett vernickelten Ausführung untergekommen. Möglicherweise auch eine "Eugen Schatz" Spezialausführung. Steht denn irgend eine Typenbezeichnung auf dem Tragegestell?
Das Glas ist von Schott und weist ein recht altes Logo auf, wobei das Handrad m.E. eher auf eine Nachkriegsversion hindeutet.
Wenn sie einen Messingtank hat, könnte eine Datumsprägung auf dem Tankboden sein. Das war zumindest bei den Vorkriegslampen so. Die Nachkriegslampen haben i.d.R. keinen Datumsstempel mehr (wobei auch meistens einen Stahltank, da gab es ohnehin nur wenige mit Stempelung).
Insgesamt ein sehr schönes Stück, insbesondere mit der Kiste! Ich habe etwas ähnliches mit einer 501 hier, siehe Fotos.
Gruß, Martin

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Re: Ditmar MAXIM No 506 / Eugen Schatz
14. Dezember 2016 17:33
Hallo Martin,

der Magnet bestätigt, dass der Tank wie auch die Haube stark eisenhaltig sind - also kein Messing. Alles nur verchromt. Auf dem Tragegestellt steht "MAXIM TYPE No 506". Ansonsten keine Kennung auf dem Tank oder einer Ziffernkombination unter dem Tank zu finden.
In der Kiste ist noch ein kleiner Trichter mit Sieb und das Spirituskännchen (verkorkt).
Lt. der Beschriftung auf der Kistenrückseite (innen) müsste eigentlich eine HASAG 551 L enthalten sein, MAXIM No ist durchgestrichen.

Tolle Idee bei Deiner Kiste mit einer Art Hebegestell um die Laterne rein und raus zu nehmen. So auch noch nicht gesehen. Eine gute Idee, wenn's auch wieder Kosten verursachte.
Sind die Gläser etwas selten, also keine Standardgröße von Petromax o. ä.?

Werde die Laterne am Wochenende bei Tageslicht mal genauer betrachten und ggf. berichten.

Leuchtende PetroleumGrüße aus Baden

Uwe Pü
Re: Ditmar MAXIM No 506 / Eugen Schatz
14. Dezember 2016 21:54
Hallo Uwe,

dann ist es wohl wirklich eine 506 in komplett verickelter/verchromter Ausführung. Die gibt es nicht so oft. Schatz hat ja alle möglichen Lampen verkauft und teilweise auch modifiziert. So hat die berühmte Hasag 551 einen Ditmar-Tank und Ditmar-Tragring, einen modifizierten Ditmar-Vorwärmer (Sonderteil) und einen Sonder-Vergaser (Ober- und Unterteil inkl. Düse und Nadel). Lediglich Tragegestell, Haube und der Innenmantel sind halbwegs Hasag-Original, wenn auch mit kleineren Modifikationen. Deine Kiste scheint dann ursprünglich für die Hasg 551 gedacht, aber mit einer Ditmar 506 bestückt worden zu sein.

Ich würde davon ausgehen, dass deine 506 nach dem Krieg gebaut wurde (wegen des Handrades und weil die Vorkriegs-506er i.d.R. einen verzinkten Tank und eine emaillierte Haube hatten). Ich habe (laut Prägung im Tragegestell) auch eine Nachkriegs-506er mit verchromtem Stahltank und Bakelit-Handrad, vernickelter Haube, aber rot emailliertem Deckel. Seltsamerweise verfügt sie aber über einen Wendelvergaser und eine Spiritus-Vorwärmschale. Daher hatte ich sie immer als "Resteverwertung" eines der Vorbesitzer angesehen.

Die Gläser der 300HK-Laternen von Ditmar sind leider etwas höher als die der 500er PX. Es ist also schwer, einen vernünftigen Ersatz zu bekommen.
Viel Erfolg bei der Restaurierung.

Martin

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Re: Ditmar MAXIM No 506 / Eugen Schatz
17. Dezember 2016 16:37
Hallo Martin,

inzwischen wurde die Laterne zerlegt und etwas gereinigt. Ich denke mal sie bleibt so in dem Zustand, also keine Überholung in Richtung Neuzustand. So passt sie denn auch noch zur Transportkiste.
Am Tragegestell, auf der Klappe zum Anzünden sind Ziffern eingeschlagen, am Gestell selber zwei Buchstaben. Hat vermutlich eine Bedeutung, aber ob man es heute noch deuten kann?
Ist die Laterne nun eine Ditmar oder ein(e) Schatz? Ich tendiere zu Eugen Schatz.
Anbei ein paar Bilder von heute.

Leuchtende PetroleumGrüße aus Baden

Uwe Pü


Re: Ditmar MAXIM No 506 / Eugen Schatz
17. Dezember 2016 17:27
Hallo Uwe, schöne Bilder!
Es ist tatsächlich eine Ditmar (506), die aber ganz sicher von Schatz modifiziert und verkauft wurde. Er hat (fast) alle seine Lampen mit Schlagzahlen gekennzeichnet, wobei die Bedeutung m.W. nicht genau geklärt ist.
Zudem hat Schatz die Plakette mit den Anweisungen zur Inbetriebnahme auf dem Zentrierboden angebracht. Wie man sieht, passen die Radien nicht ganz. Das liegt daran, dass die Plakette ursprünglich für die 551L gedacht war, deren Zentrierboden etwas größer ist. Weiterhin ist die Spreizfeder des Pumpenleders ebenso wie das teilmattierte Glas ein spezielles Schatz-Accessoire.
Vermutlich gehörte die Kiste ursprünglich nicht zu dieser Lampe, denn es steht ja 551L drin. Aber sie war wohl für mehrere Lampentypen vorgesehen, wie der Aufkleber erkennen lässt. Insofern passt es sicher gut zusammen.
Gruß, Martin

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Hallo Martin, hallo Uwe

Die Alphanumerische Markung bei den 551er Lampen hat mir Meinrad Aschwanden erklärt. In der Werkstatt hing ein Zettel mit Notizen, zu welcher Zeit welcher Buchstabe zur Markung der neu gebauten Lampen benutz wurde, um allfällige Garantieansprüche zeitlich einzugrenzen. Der Schlag-Buchstaben-Satz war nicht komplett und existiert noch. Der Zettel mit den Notizen existiert meines Wissens nicht mehr.

Die Buchstaben wurden nach dem Zufallsprinzip verwendet. Es wurden mehrere Serien von Lampen mit demselben Buchstaben gemarkt. Wurde ein Buchstabe länger als zwei Jahre nicht mehr für die Markung benutz, kam er wieder für die Markung einer neuen Serie zum Einsatz. Die Numerische Markung wurde von Lampe No. 1 bis Lampe No. xxxx der neu produzierten Serie, nach dem Buchstaben angebracht. Auf Grund der Markung auf dem Zündlochverschluss kann kein Produktionszeitraum bestimmt werden.

Freundliche Grüsse
Ruedi
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