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Mewa Starklichtlampe
geschrieben von Dirk 
Mewa Starklichtlampe
23. November 2017 20:22
Hallo,
Ich habe euer Forum schon länger durchstöbert und möchte heute mal einen Rat. Ich habe nach den Beschreibungen aus dem Forum eine Mewa Starklichtlampe (Qualitätszeichen DDR auf Mutter) der oberen Kappe. Die Lampe habe ich in einem Schuppen gefunden und wollte sie wieder zum leuchten bringen. Leider war keine Düse mehr darin,da habe ich mir welche von Petromaxpetromax bestellt und auf das passende Gewinde abdrehen lassen. Leider leuchtet die Lampe nur kurz und pufft danach als Flamme in den Glühstrumpf. Die Düse sprüht auch nach kurzer Zeit in alle Richtungen,der Strahl dreht sich? Scheint also nicht mit den Petromaxdüsen zu funktionieren. Wo bekommt man noch eine passende Düse?
Gruß Dirk
Re: Mewa Starklichtlampe
23. November 2017 21:10
Hallo Dirk

Es gibt mind. 3 verschiedene Petromax Düsen. Welche Größe hast Du denn abdrehen lassen?
Hast du ausreichend vorgewärmt ?

mit freundlichem Gruß
Torsten

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Ex fumo dare lucem
Re: Mewa Starklichtlampe
23. November 2017 23:13
Hallo Dirk,
unter Umständen könnte eine Düse von den Schweizer Hasag Lampen passen (aber leider nicht bei jeder Mewa). Diese Düse steht allerdings ein wenig höher, weshalb man auch die Nadel oder Nadelstange entsprechend anpassen muss. Am besten gleich eine Schweizer Nadel mit einbauen. Das Ganze habe ich selbst schon mit zufriedenstellendem Ergebnis gemacht.
Von der Verwendung modifizierter Petromax-Düsen habe ich noch nichts gehört und halte das auch nicht für die beste Lösung. Wenn überhaupt sollte es m.E. eine 250er Düse sein, sonst brennt die Lampe viel zu fett.
Gruß, Martin

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No electrons were harmed in the posting of this message, although several might have been accelerated against their collective will.
Re: Mewa Starklichtlampe
24. November 2017 09:18
Dirk schrieb:
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> Die
> Düse sprüht auch nach kurzer Zeit in alle
> Richtungen,der Strahl dreht sich?

Dreck in der Düse, evtl. noch Späne vom Abdrehen, Düsenbohrung mit Grat?

MfG Ludwig
Re: Mewa Starklichtlampe
24. November 2017 09:24
Hallo Dirk,
bei der Mewa musst Du mal grob unterscheiden zwischen dem Pilzvergaser, bei welchem noch die Düsen der Hasag passen, also die kleinen Düsen, also die Exemplare der Schweizer Zug.
Und jetzt kommt schon die Ausnahme:
In meinem Bestand ist schon eine Lampe mit Pilzvrgaser (neuwertig) bei welcher die Düse 6 x 1 mm verwendet wurde.
Die Exemplare mit Tonbrenner weisen überwiegend die Düsen mit 6 x 1 mm auf. Und diese Düsen werden nicht mehr gefertigt.
Ausnahme:
Auch hier habe ich ein Exemplar mit der alten kleinen HASAG-Düse.
Bastelwerk oder Abverbrauch von Altbeständen ..... Fraglich? Quellen habe ich keine gefunden!
So zu Deiner Frage:
Theoretisch und praktisch kann eine PX-Düse abgedreht und ein Gewindegang mit 6 x 1 mm aufgeschnitten werden. Du musst nur aufpassen dass genügend Futtermaterial vorhanden ist, nicht dass die Düse dann in den Gewindegängen abreisst. Besser eignen sich hier jedoch die derzeitig im Handel befindlichen Anchor-Düsen. Hier ist die Führungsbohrung kleiner, so dass mehr Futtermaterial stehenbleibt (In den Anchorlampen passen hier zum Teil die Düsennadeln nicht mehr zur Düse).
Die einfachere Version ist es jedoch, den Gewindegang im Vergaser aufzubohren und auf 7 x 1 mm umzuschneiden. Dann passt die PX-Düse problemlos. Du kannst PX 250/350 Düsen verwenden.
Die kleinen HASAG Düsen findest Du in der hytta-antik im Angebot, ebenso passende Düsennadeln.
Grüsse
Erich
Re: Mewa Starklichtlampe
24. November 2017 09:35
Erich schrieb:
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> ... Besser eignen sich hier jedoch die derzeitig im
> Handel befindlichen Anchor-Düsen. ....

Nein. Die sind gänzlich ungeeignet da es keine ANCHOR Düsen mit einer "250iger" Düsenbohrung gibt.
und Düsen mit 350iger und 500 er Bohrungen sind definitiv zu groß für die Mewa.

mit freundlichem Gruß
Torsten

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Ex fumo dare lucem
Re: Mewa Starklichtlampe
24. November 2017 15:52
Ich habe alle Größen abdrehen lassen von 0.13-0,17 glaube ich also PX 150-500. Könnte es auch daran liegen das ich Petroleum pur verwende?
Re: Mewa Starklichtlampe
24. November 2017 15:59
Dirk schrieb:
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> Ich habe alle Größen abdrehen lassen von
> 0.13-0,17 glaube ich also PX 150-500. Könnte es
> auch daran liegen das ich Petroleum pur verwende?

Mit der 250iger Düse sollte es eigentlich gehen.
Grundsaätzlich sollte petroleum funktionieren, evtl. muss aber die Vorwärmschale noch mal nachgefüllt werden.
Mit Benzin tut sie sich natürlich leichter beim Vergasen...
Aber wie gesagt - Petroleum müsste auch klappen wenn gut vorgewärmt wird.
Falls sie zuerst gut leuchtet und nach einigen Miunten wieder das Spucken anfängt... sollten wir nochmal reden.

mit freundlichem Gruß
Torsten

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Ex fumo dare lucem
Re: Mewa Starklichtlampe
24. November 2017 18:36
Hallo Torsten
eine bereits erfolgte Vermessung der Düsen und Düsennadeln meiner Lampen hat folgendes ergeben:
Düsennadeldurchmesser: 0,17 bis 0,18 mm (auch die Schweizer Zug)
Düsenbohrungsdurchmesser: 0,19 bis 0,2 mm
Damit bewegst Du dich sehr wohl im Bereich von 300 bis 350 HK. Und damit wären die Düsenbohrungen der PX/Anchor 350 wieder passend.
Man kann allerdings auch die Düse einer PX 250 nehmen. Nur dann solltest Du auch die Nadel tauschen, hier wird in der Regel ein Nadeldraht mit einer Stärke von 0,15mm bis 0,16 mm verwendet, bei der regulären PX 250. Die Düsenbohrungen der 250er sind schwankend, die neue Fertigung ist etwas grösser, ca.0,17 mm bis 0,18 mm, Genioldüsen sind etwas kleiner gebohrt, hier zwischen 0,15 bis 0,16 mm (zumindestens bei meinen Altlagerbeständen). Hier verwende ich dann einen Nadeldraht mit einem Durchmesser von 0,14 mm.
Meine Gebrauchsmewa hat derzeit eine ausgelutschte Düse drin mit einer aufgeweiteten Bohrung von 0,22 mm. Das Einzige was sie dann benötigt ist ein 500er-Socken. Sie funktioniert trotzdem sehr gut und hat den Durst einer PX 500.
@ Dirk
Wenn Du den Vergaser ausreichend vorheizst, dann müsste Lampi auch mit Petroleum funktionieren. Erforderlich sind dann allerdings 3 bis 4
Vorheizschalen (bei den derzeitigen Temperaturen, ist das je nach Lampe unterschiedlich). Bedenke bitte dass der MEWA-Vergaser über mehr Messingmasse verfügt als ein PX-Vergaser. Allein hieraus begründet sich schon eine längere Vorheizzeit.
Wenn die 2. Schale fast abgebrannt ist, die Luftablaßschraube am Vergaser schliessen und die 3. Spiritusfüllung eingeben, dann müsste Lampi eigentlich irgendwann zu zünden beginnen und dann Druck mit der Luftpumpe aufbauen. Im Hochsommer klappts auch schon häufig bei der 2. Schalenfüllung.
Im Übrigen befeure ich meine MEWA- und HASAG -Lampen zwischenzeitlich outdoor mit E 10 und indoor mit Waschbenzin.
Grüsse
Erich
Re: Mewa Starklichtlampe
24. November 2017 19:21
Jetzt geht die Lampe über mehrere Stunden Petroleum mit Bremsenreiniger 50:50 gemischt. Düse ist eine aus der PX 500 und der passende Glühstrumpf,super!
Re: Mewa Starklichtlampe
24. November 2017 21:31
Hallo Dirk,
Gratulation!
Wenn Bremsenreiniger, dann bitte den Acetonfreien verwenden. Aceton ist alles andere als gesundheitsfördernd!
Die HASAG 351 und ihre Weiterführung als MEWA sind sehr zuverlässige und gutmütige Lampen. Lediglich die Tonbrennerversion wurde, aus welchen Gründen auch immer, strömungstechnisch verändert. Dies geschah durch Verlängerung des Mischrohres, Anbau einer Mischkammer und Verwendung eines Tonbrenners. Hierdurch entspannte sich das Gemisch noch weiter als bei der Netzbrennerversion.
Für den Glühstrumpf ist dies sicherlich ein possitiver Akt! Ein weiterer Vorteil ist, dass die Tonbrennerversion, für meine Begriffe, geringfügig leiser ist als die Netzbrennerversion. Ich habe mir mal vor einiger Zeit den Luxus geleistet eine HASAG 351, die MEWA und eine PX 500 strömungstechnisch durchzurechnen. Die PX arbeitet hier mit deutlich schlechteren Werten und stellt einen Spagat zwischen den damals bestehenden Patenten dar. So gesehen gebe ich der HASAG 351 und der MEWA den Vorzug! Der Nachteil der HASAG 351 bzw. der MEWA ist, dass es langsam mit den Ersatzteilen enger wird.
Da allerdings Lampenbau viel mit Modellbau gemeinsam hat, ist es relativ leicht, mit einer vernüftigen Grundausstattung beschädigte oder fehlende Verschleissteile nachzubauen.
Vergaser, Nadelstangen, Düsennadeln; Mischrohre, Netzbrenner, Mischkammern können relativ problemlos nachgebaut werden.
Die Anfertigung von Düsen ist zwar möglich, jedoch sehr aufwändig. Passende Mikrobohrer kosten relativ hohe Beträge. Desweiteren benötigst Du für Mikrobohrer spezielle Maschinen, mit der Haushaltsbohrmaschine gibts da schnell Bruch.
Versierte Bastler sind auch in der Lage einen Innenmantel nachzubauen oder eine Galerie. Es ist eben alles eine Frage der Ausstattung und des Aufwandes.
HASAG 351 und MEWA sind hier ein ideales Betätigungsfeld.
Grüsse
Erich
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