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19. Großes Lampentreffen an Fronleichnam, 20.06. bis 23.06.2019 in Machtolsheim (Schwäbische Alb)

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Mein erster Benzinkocher
geschrieben von Mandragora officinales 
Mein erster Benzinkocher
13. Mai 2018 21:03
Guten Abend zusammen,

Gestern war in meiner Heimatstadt Bad Saulgau großer Flohmarkt.
Petroleumlampen und Lötlampen habe ich mittlerweile mehr als genug.
Aber mit leeren Händen wollte ich auch nicht nachhause gehen.
Und so erweckte dieser recht kleine aber ordentlich aussehende Benzinkocher meine Aufmerksamkeit.

Die Gebrauchsanweisung ist auf französich und auch die Bedienrädchen sind mit französischen Wörtern versehen.
Ist "GARRA" tatsächlich die Marke oder ist es die Abkürzung von etwas anderem ?

Wer kennt diesen Kocher ?
Und wer kann ganz allgemein wichtiges zu Benzinkochern sagen ?

MFG.Reinhard


Hi, ein schönes Stück. Und schaut noch so gut aus. Als erstes mal die Dichtungen checken und überhaupt auf Dichtigkeit prüfen. Bei Benzin ist es sehr unangenehm wenn bei brennender Flamme plötzlich irgendwo Brennstoff austritt. Testlauf sowieso immer draussen mit Löschmaterial grosser Blecheimer usw. in Bereitschaft. Je nach Konstruktion gibt es eine Vorwärmschale in die man entweder Spiritus oder etwas Benzin einfüllt, manchmal kann man auch einfach den Regler etwas aufdrehen und es tropft dann Benzin in die Schale. Oder es gibt eine Vorheizfunktion da wird mit einem Hebel oder einer bestimmten Stellung des Handrades ein Benzin/Luftgemisch in die Düse geleitet und nach einer bestimmten ZeIt umgeschaltet auf Benzin. Dann sollte der Brenner blau brennen. Während der Vorheizphase eher gelblich rötlich mit etwas Qualmentwicklung. Ich würde den mit Waschbenzin. bzw. Bremsenreiniger ohne Aceton betreiben. Die Additive aus dem Tankensprit will man nicht in der Umgebung von Essen haben und die schaden auf die Dauer auch dem Generator.
CU Bernd
Re: Mein erster Benzinkocher
14. Mai 2018 22:35
Hallo Reinhard!
Meinen neidvollen Glückwunsch zu dem Kocher!
Ein feines Teilchen haste Dir da geangelt!

Gruß Rüdiger
Re: Mein erster Benzinkocher
15. Mai 2018 21:17
Hallo Bernd und Rüdiger,

Recht herzlichen Dank für eure Beiträge und Glückwünsche.

Ich hatte noch nicht die Zeit und innere Ruhe gefunden um das Kleinod näher zu untersuchen.
Das Vorwärmsystem dieses Kochers erinnert mich doch sehr an das meiner Lieblingsstarklichtlampe Standard 2045.
Nach der Beschreibung soll man 4 bis 5 Pumpenhübe machen.dann dreht man das Rädchen auf dem Allumage ( Zündung ) steht auf und hält ein Streichholz in die runde Öffnung.Dann lässt man die Vorwärmflamme ca 25 Sekunden brennen und dreht dann das schwarze Handrad auf und sobald der Kocher brennt (natürlich nicht der ganze Kocher ) dreht man das Allumage-Messingrädchen wieder zu.
In dem Messingdöschen befanden sich noch Reinigungsbürstchen,Pumpenleder,Pumpenbodenventil,und Füllschraubendichtung.
Auf den beiden Spannverschlüssen habe ich grad noch die Aufschrift "Depose TeDe Paris" entdeckt.

Grüsse,Reinhard


Re: Mein erster Benzinkocher
01. Juli 2018 00:45
Hallo zusammen,

Der Kocher hatte ein gravierendes Dichtigkeitsproblem.
Und zwar an dem großen Gewinde der Steigrohrs mit dem die ganze Regulier/Vorwärmeinhaeit in den Tank geschraubt wird.
Die Luft steigt beim Drucktest im Gewindegang nach oben.(Sehr starke Undichtigkeit ! )
Das Benzin würde natürlich den selben Weg gehen.( Flammeninferno vorprogrammiert )

Also habe ich erst versucht das Problem mit einer Gummidichtung zu beheben,in der Hoffnung daß das Gummi beim zusammendrehen in den Gewindegang gequetscht wird.Das hatte aber gar kein Wert.Habe die Gummidichtung wieder entfernt.Original war auch keine drin.
Ich frage mich die ganze Zeit wie das Teil original mal dicht zu kriegen war.Alle an dieser sensiblen Stelle beteiligten Bauteile sind nur metallisch aufeinandergeschraubt.War der Kocher womöglich niemals dicht und betriebssicher ?

Ich habe dann das Gewinde mit Loctite abgedichtet.Das ist ein Klebstoff für Schraubensicherung und Dichtheit.Es gibt da verschiedene.Halten maximal 150 Grad aus und sind teilweise öl und benzinressistent.Aber ob das für den Kocher genug ist weiß ich nicht.Ich kann nicht abschätzen wie heiß der Kocher an der Schraubverbindung wird.Der Kocher ist jetzt absolut dicht und die Pumpe habe ich komplett überholt.Auch die Einfüllschraube mit dem Überdruckventil.

Dennoch getraue ich mich nicht den Kocher in Betrieb zu nehmen.Wahrscheinlich werde ich das Gewinderohr in den Tank einlöten.Am besten sogar hartlöten ringsherum.Man kann dann das Rohr zwar nie wieder herausdrehen ,aber wenigstens wäre er dann dicht.

Aber ich will noch eure Meinungen zu der Sache einholen.

Gruß,Reinhard


Re: Mein erster Benzinkocher
01. Juli 2018 11:08
> Wer kennt diesen Kocher ?

Also, ich würde da erstmal "Carra" lesen.

Startpagen mit "Carra 57" bringt:

[www.odclub.net]

Dito mit "Type C.D.F.":

[www.youtube.com]

Dortselbst bitte auch die Gebrauchsanweisung lesen, die Vorwärmung funktioniert nicht wie oben beschrieben!!!

> Ich habe dann das Gewinde mit Loctite abgedichtet.

Möglicherweise geht das. Ganz sicher geht PTFE-Band ausm Baumarkt, so habe ich vor Jahrzehnten ein Enders Benzin-Baby an entsprechender Stelle dicht gekriegt, und vor ein paar Jahren auch einen Svea 123. Und speziell bei letzterem muss es da ziemlich warm werden, er baut sonst keinen Druck auf.

MfG Ludwig
Re: Mein erster Benzinkocher
01. Juli 2018 19:51
Vielen Dank Ludwig
.
Besser hätte man mein Anliegen wohl gar nicht beantworten können.

Das Ding heißt ja Carra und nicht Garra.Da habe ich nicht genau hingeschaut.
Bin immer wieder erstaunt was du so alles im Netz findest.
.
Na ja wenn ich auch mit dem richtigen Namen CARRA gesucht hätte wäre sogar ich fündig geworden.
Es handelt sich also um einen französischen Militärkocher aus dem Jahr 1957.
Die armen Jungs von der französichen armee de terre von 1957 denk ich mir grad.Vielleicht war der rechaud ja serienmäsig undicht.

Ludwig was ist ein PTFE-Band ?
Ich sah da nur Teflonbänder im Sanitärbereich.
Aber du meintest da sicherlich was anderes,oder ?

MFG.Reinhard
Re: Mein erster Benzinkocher
01. Juli 2018 21:36
Hallo Reinhard,
PTFE ist Teflon.
Ich benutze es auch, um Stopfpackungen nachzufertigen. Es ist temperaturfest bis über 260°C und sollte für deinen Zweck gut geeignet sein. Es gibt aber offenbar verschiedene Qualitäten: Für Gasinstallationen kommt wohl ein etwas dickeres Band als die übliche Baumarktware zum Einsatz, aber ich habe es bisher noch nicht verwendet.
Gruß, Martin

-----
No electrons were harmed in the posting of this message, although several might have been accelerated against their collective will.
Re: Mein erster Benzinkocher
01. Juli 2018 22:14
> PTFE ist Teflon.

Nö. Die Sache ist genau umgekehrt: Teflon ist PTFE.

"Teflon" ist ein Markenname, wie z.B. auch Inbus, Petromax oder Telefunken.

Wie sich bei [register.dpma.de] leicht festsstellen lässt, gehört der Markenname z.Z. der Firma The Chemours Company FC, LLC, Wilmington Del., US.

Also: PTFE darf jeder herstellen und in Verkehr bringen, wie er lustig ist (evtl. Verfahrenspatente sind seit Jahrzehnten abgelaufen). Er darf das Zeug aber nur dann "Teflon" nennen, wenn er ausreichend Mäuse an obengenannte Firma abgedrückt hat.

MfG Ludwig
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