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Petromax No. 1821
geschrieben von AndyP 
Petromax No. 1821
27. Januar 2019 13:56
Hallo,

Ich sammle seit über 25 Jahren Petromax nur solch eine habe ich noch nie gesehen. Es gibt noch eine 2 absolut identische, Haube und Gestell emailliert, Stahl-Tank in kupferbronze lackiert. Bei der 2ten fehlt allerdings das Typenschild. Erworben habe ich sie auf eBay. Leider noch nicht bekommen. Wollte ursprünglich abholen, Allerdings war ich an der Stelle bei der Rückfahrt von England erst um 23.30uhr.

Vergaser ist Petromax gemarkt, den schmalen pumpenüberwurf kenne ich von einer 821 Baby... Die vorwärmschale ist sehr merkwürdig aber auch bei der 2ten identisch. Der obere Teil der Haube (Runde Prägung nach aussen) hat einen sehr schmalen Durchmesser. Kenne ich auch von einer 821 Baby.

Ich habe so meine Theorien zu der Lampe...
wenn es eine 2-821 gibt, Warum sollte es nicht auch eine 1-821 geben? Eventuell eine vorserie? Billigere Vorkriegs-version aus emailliertem Stahl?
Ich hoff, dass die Lampe bald ankommt. :)

Vielleicht hat in diesem Forum ja jemand Infos oder Ideen?

Gruß AndyP


Re: Petromax No. 1821
27. Januar 2019 16:26
Mit Verlaub ... aber erwartetst Du jetzt hier mehr, als im anderen Forum,
wo bereits ein ausführlicher Tröt zu Deiner 1821 besteht?

Gruß Rüdiger
Re: Petromax No. 1821
27. Januar 2019 19:01
Hallo Andy,

Der bekannte Sammler Florian ,der ja bei euch im Pelamforum beheimatet ist ,hat hier im Forum vor einiger Zeit eine Petromax 185 vorgestellt.Diese Lampe hatte auch so hellgrün emaillierte Bauteile.
Da lässt sich wahrscheinlich ein Zusammenhang über das Alter und vielleicht noch mehr herstellen.
MFG.Reinhard
Re: Petromax No. 1821
27. Januar 2019 20:28
Wo steht übrigens Petromax oder E&G drauf ?
Das Modell "Petromax" ist schätze ich durch jeder Metallbauer im jeder Zeitraum nach gebaut oder zusammengebaut.

Leuchtende gruss,

Wim van der Velden
[www.petromax.nl]

....... It's light Jim but not as we know it .......
Re: Petromax No. 1821
28. Januar 2019 21:01
Hallo Andy,
Es gab auch solche Lampen in der 300 HK-größe.
Die hießen 1826.
Farblich identisch mit deiner kleinen 1821.Kupferbronzener Tank und dieses blasshellgrün emaillierte Tragegestell.
Typenschild aufgeschraubt,wie bei deiner.
Ich habe schon mehrere solche 1826 gesehen.Eine kann man im englischen Forum mit tollen Bildern bestaunen.
Alle diese Lampen haben Pertinaxhandräder.

Übrigens,auf meinen 2821 und 2826 steht auch nicht Petromax oder EG auf den Tanks.

Gruß,Reinhard
Re: Petromax No. 1821
01. Februar 2019 21:15
Hallo an Alle

Die Sache mit den emaillierten Starklichtlampen vom Typ1821,1826 und Petromax 185 Heizlampe lässt mir jetzt keine Ruhe mehr.
Ich meine es sind alles Petromaxen.

Ich habe zu dem Thema einige Gedanken:
Petromax 2821,2826 und 1821 und 1826 sind eindeutig Starklichtlampen die während des 2.Weltkrieges hergestellt wurden.
Wozu sollte sich eine Firma in so bitterarmen Zeiten es sich leisten die gleichen Modelle in zwei unterschiedlichen Varianten herzustellen ? Lack und Emaille.
Ich glaube eher daß die beiden Varianten an unterschiedlichen Produktionsstandorten hergestellt wurden.Im zweiten Ort standen wohl nicht alle Petromaxkomponenten zur Verfügung.Deshalb das aufgeschraubte Typenschild,die rundliche Vorheizschale ,die emaillierten Tragegestelle.Vielleicht hatte man am zweiten Ort zwar keine grüne Farbe mehr aber dafür noch einen intakten Emaillierbetrieb in der Nähe.

Ich weiß daß Petromax in Bregenz am Bodensee ein Werk hatte.Das Hauptgeschäft von Petromax waren zu der Zeit nun mal Starklichtlampen.

Wenn ich mir so die eigenartige Lackierung der 1821 und 1826 anschaue fallen mir sofort die Starklichtlampen und Kocher des österreichischen Bundesheeres der Firma Phoebus ein.

Würde es vielleicht etwas bringen wenn man nach Bregenz fahren würde und dort im Stadtarchiv nachfragen würde ?

Oder weiß von euch jemand etwas konstruktives zu dem Thema ?

Gruß,Reinhard
Re: Petromax No. 1821
02. Februar 2019 01:07
Hallo Reinhard,
auch auf die Gefahr hin, dass Du auch diesmal nicht mit mir einer Meinung bist, hier meine Gedanken dazu:

Es gibt Belege für eine Fertigung der 2827, 2821 und 2826 für eine relativ kurze Zeit auch noch nach dem Krieg. Sie wurden in der damaligen SBZ (wo auch das Werk von E&G lag) hergestellt, und teilweise als Reparation verwendet.
Daneben gibt es Hinweise, dass noch in den frühen 1950ern eine große Anzahl von in Berlin vorhandenen Petromax-Teilen katalogisiert wurde und tw. an die Fertigung der VEB Leipziger Werke zur "Verwertung" gegangen ist. So lassen sich wohl z.B. die Petromax-Handräder und dickeren Excenterwellen an einigen Mewas erklären: das sind tatsächlich Petromax-Teile.

Teile der Produktionsmittel von E&G wurden vor Kriegsende nach Bregenz geschafft, um deren Zwangsenteignung und dem Abtransport nach Russland als Reparation zu entgehen.

Das Heizgerät Petromax 185 taucht in frühen E&G-Dokumenten auf, nicht jedoch die Lampen 1821 und 1826.

Und nun zu dem, was nicht bewiesen ist: Von der Ähnlichkeit der Ausführung und der Benennung zwischen 1821, 1826 und 185 würde ich eine Produktion bei E&G im selben Zeitraum vermuten. Es gab aber auch in der Zeit vor dem Krieg z.B. eine enge Kooperation mit der Standard-Licht Gesellschaft, die die 2422 herstellte, welche fast identisch zur Petromax 850 ist. Ein "Markenzeichen" von Standard waren emaillierte Tragegestelle und lackierte Stahltanks. Vielleicht ist das ein Indiz für eine "Fremdfertigung". Wie gesagt: nur eine Vermutung.

Es bleibt also nichts, außer dass jemand irgendwann datierte Dokumente findet, in denen die 1821 und 1826 beschrieben ist. Insofern ist der Besuch von Archiven sicher eine der wenigen systematischen Möglichkeiten, hier Licht ins dunkel zu bringen.

>edit:
Phoebus hat vor und nach dem Krieg Lampen hergestellt. Allerdings wurden dort nach meinem Kenntnisstand keine emaillierten Tragegestelle verwendet. Die Vorkriegslampen hatten tw. blaugrau und rot emaillierte Kappen mit vernickelten Hauben und auch tw. komplett schwarz und blaugrau emaillierte Hauben. Nach dem Krieg wurden rot emaillierte Kappen und komplett grün emaillierte Hauben verwendet. Allerdings gibt es auch Ausführungen mit vernickelten Kappen, deren Datierung mir bisher nicht ganz klar ist.
>/edit

Gruß, Martin

-----
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.19 01:26.
Re: Petromax No. 1821
02. Februar 2019 09:41
Im ein Stadtarchiv reserschen machen ist immer gut.

Dann möchte ich gerne gleich fragen wer mal nach Siemens in Berlin fahren kann.
Dort ist auch noch ein Firmenarchiv (Teil) wo Bilder liegen vom alte Gebäude und abriss davon.

Leuchtende gruss,

Wim van der Velden
[www.petromax.nl]

....... It's light Jim but not as we know it .......
Re: Petromax No. 1821
02. Februar 2019 13:22
Hallo,

mal in Bregenz rumzufoschen ist sicher keine schlechte Idee.

Graetz hatte da eine Fabrik in der während des Kriegs irgendein Rüstungskram hergestellt wurde. Nach dem Krieg war es meines Wissens die erste Produktionsstätte, die Graetz wieder zum laufen bringen konnte, noch vor der Produktion in Altena. In Bregenz wurden in den ersten Jahren nach dem Krieg emaillierte Töpfe hergestellt, danach die bekannten Hängelampen.

Gruß

Jürgen
Re: Petromax No. 1821
02. Februar 2019 14:16
Hallo zusammen

@Martin
Es hat mich gefreut daß du dich der Sache angenommen hast.

-Die Petromax 2827 habe ich bewusst außen vor gelassen ,weil es ja keine "1827" gibt.

-Standard hatte zu dieser Zeit auch emaillierte Tragegestelle und Petromax hat das dann bei der Petromax 850 so übernommen.Das ist richtig und es ist schon möglich daß die Tragegestelle der 1821 und 1826 und PX 185 im gleichen Emaillierbetrieb emailliert wurden wie die Tragegestelle der Standard 2422 und Petromax 850.

-Die Starklichtlampen und Kocher der Firma Phoebus des österreichischen Bundesheeres und nur die des österreichischen Bundesheeres habe ich nicht wegen der emaillierten Hauben ins Spiel gebracht.
Sondern : wegen ihren kupferbronzefarbenen Druckbehältern.Das ist doch die hervorstechende Gemeinsamkeit.
Natürlich weiß ich daß die Phoebus 665 eine Nachkriegslampe ist.
Aber falls die Petromaxteile der 1821 und 1826 tatsächlich in Österreich montiert wurden und diese beiden Starklichtlampen hatten ja auch so einen kupferbronzefarbenen Druckbehälter könnte man vermuten daß man sich in Österreich bei der Farbgebung der Starklichtlampen und Kocher für das Militär an die beiden "in Österreich montierten" Starklichtlampen erinnerte.

@Wim van der Velden

Ja vielleicht werde ich nach Bregenz fahren.
Es ist mir aber unangenehm.
Während und vor allem gegen Ende des Krieges wurde fast unvorstellbar viel an Rüstungsindustrie nach Süddeutschland und ins benachbarte Österreich verlagert.
Wo gestern noch Mistgabeln hergestellt wurden da wurden innerhalb kürzester Zeit zur damaligen Zeit modernste Waffen und Ausrüstungsgegenstände hergestellt.
Viele Sachen wurden und werden totgeschwiegen.
Es ist eben nicht gerade ein Aushängeschild für eine Gemeinde wenn herauskommt daß mit Hilfe von Zwangsarbeitern militärische Güter hergestellt wurden.

Dementsprechend "auskunftsfreudig" sind dann auch Stadtarchivare und andere Stellen.Man tut sich nach wie vor schwer mit dieser Vergangenheit.

Man möchte lieber vergessen.

MFG.Reinhard



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.19 14:36.
Re: Petromax No. 1821
02. Februar 2019 20:22
Moin,
ich habe bis jetzt noch keine "Beweise" über die Herkunft von Petromax hier lesen können. Der Tank hat nicht die typische Form die bei Petromax verwendet wurde, der vermutliche Anschluß für den Rapid hat eine PX untypische Position und Winkel. Auch kann ich mich nicht erinnern, dass bei Petromax die Typenschilder geschraubt waren. Ich halte es für wesentlich schlüssiger, dass ein Dritthersteller eine Lampe produziern wollte und sich bei einigen Teilen aus dem Petromax Regal bediente um sie nicht selbst produzieren zu müssen (u.a. auch die Vorheizschale-PX830). Da die bisher aufgetauchte Menge dieser Lampen auch überschaubar ist, könnte meine Theorie auch möglich sein.

Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
Leo

Meine Sammlung: 500hk.de
Re: Petromax No. 1821
02. Februar 2019 22:31
Chr. Leopoldt schrieb:
-------------------------------------------------------
> Moin,
> ich habe bis jetzt noch keine "Beweise" über die
> Herkunft von Petromax hier lesen können. Der Tank
> hat nicht die typische Form die bei Petromax
> verwendet wurde, der vermutliche Anschluß für
> den Rapid hat eine PX untypische Position und
> Winkel.

Hallo Leo,

Hier im Forum hat der Andy noch kein Foto gezeigt auf dem man eine Anschlußstelle für einen Rapid sehen kann.Es wäre schön wenn der Andy uns hier auch solche Bilder zeigen würde , schließlich hat er ja den thread hier eröffnet.
Aber falls du das Bild aus dem Pelamforum meinst,also da muß ich sagen:
Doch doch Leo das ist schon ein Petromaxtank.Diese Form mit Sicke für das Tragegestell und der nach innen versetzten Bohrung für den Rapid war für die Petromax 827 mit Drehrapid bestimmt.

Jetzt habe ich extra für dich noch zu später Stunde das Foto gemacht.

Gruß Reinhard


Re: Petromax No. 1821
03. Februar 2019 10:26
Moin Reinhard,
mit der Tankform habe ich wohl etwas (stark) daneben gelegen, dass muss ich klar zugeben. Ich hatte nur bei einer 827 mit Lölfelrapid geschaut. Nach Deinem Post habe ich dann etwas weiter hinten im Regal gewühlt und eine 829 mit Drehrapid rausgekramt, dort ist die entsprechende Position des Rapidstutzens so wie auf der 1821.
Aber es fehlen für mich immer noch belegbare Beweise in Form von Dokumenten für die Herkunft von Petromax.

Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
Leo

Meine Sammlung: 500hk.de
Re: Petromax No. 1821
03. Februar 2019 11:10
Guten Morgen Leo,

Was mich an der Sache nachdenklich macht ist die Tatsache daß die Petromaxen mit Drehrapid Druckbehälter aus Messing hatten und auch etwas älter sind .Es waren Vorkriegslampen,etwa von 1936-1938 ,wenn ich mich nicht irre.
Die Druckbehälter der 1821 und 1826 sind aber aus Stahl.
Hat man die alten Formen wiederverwendet und auf den Rapid verzichtet ?
Waren die 1821 und 1826 vielleicht doch eine Serie vor den 2821 und 2826 ,so wie der Andy es vermutet ?
Dafür sprechen die älteren Druckbehälter und schlicht und ergreifend daß eins vor zwei kommt.(18 vor 28)

Mit Dokumenten aus Papier kann ich nicht weiterhelfen.

Gruß, Reinhard
Re: Petromax No. 1821
03. Februar 2019 14:14
Mandragora officinales schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hat man die alten Formen wiederverwendet und auf
> den Rapid verzichtet ?

Das halte ich aufgrund der unterschiedlichen Materialeigenschaften für ausgeschlossen. Stahl kann nicht auf denselben Maschinen/Werkzeugen verarbeitet werden wie Messing. Da muss immer etwas geändert werden.

Ein Grund für die Verschraubung der Typenschilder könnte sein, dass die Gefahr besteht, die Emailleschicht aufgrund der größeren Kräfte beim Nieten zu beschädigen. Bei galvanisierten oder lackierten Werkstücken ist das kein Problem.

Die 18xx-Lampen machen für mich jedenfalls den Eindruck, als seien es "sehr frühe" Modelle, wenn man es auf Petromax bezieht: neben der Tankform entspricht auch die Haubenform nicht derjenigen der "etwas späteren" Modelle ab ca. Mitte der 1930er Jahre.

Gruß, Martin

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Jan R.
Re: Petromax No. 1821
03. Februar 2019 17:51
Was auch aufällig ist das der tankboden auf den bilder so aussieht als währe er gewölbt .
Und gewölbte tankböden habe ich bei Px noch nie gesehen .
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