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20. Großes Lampentreffen an Fronleichnam, 11.06. bis 14.06.2020 in Westerstede (Ostfriesland)

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Fragen zur Continental No 761 Starklichthängelampe
geschrieben von Mandragora officinales 
Fragen zur Continental No 761 Starklichthängelampe
01. Mai 2019 13:53
Hallo zusammen,

Ich habe ein paar Fragen zur Continental No 761.

1.)Welcher Betriebstoff ist für die Lampe vorgesehen?
2.)Das mir vorliegende Glas hat unten eine Öffnung von nur 4,5mm.Das ist doch wohl viel zu wenig für die leistungsstarke Lampe. Zum Vergleich, bei meiner Petromax 868A sind es 29mm!
3.)Wieviel HK hat denn die Continental wirklich?
Im www wird sie meist mit 1000HK beschrieben auf Erik's Seite steht aber 1200HK.

Mit freundlichem Gruß
Reinhard Rädel
Re: Fragen zur Continental No 761 Starklichthängelampe
01. Mai 2019 19:11
Hallo Reinhard,
laut Katalog ist die Continental No. 761 für Petroleum und Benzin geeignet und mit 1200HK angegeben. Allerdings musste bei der Bestellung der gewünschte Betriebsstoff angegeben werden, was ggf. auf eine unterschiedliche Bedüsung und ggf. Mischrohrabstand hindeutet.

Das Loch unten in der Glocke dient nicht der Luftzufuhr, sondern der Kontrolle, dem Anzünden und es soll ggf. unverbrannter Brennstoff ablaufen können, falls es eine Betriebsstörung gab. Dafür reicht ein kleines Loch. Ich habe/hatte zwei Standard No. 590 (eine wieder verkauft), bei denen im Original kpl. geschlossene Glocken montiert waren. Die sieht man so auch in den Katalogbildern.
Gruß, Martin

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Re: Fragen zur Continental No 761 Starklichthängelampe
01. Mai 2019 19:57
Hallo Reinhard,

Wenn du heutige Brennstoffqualitäten zugrunde legst, gehe einfach von "Benzin" aus (Ich ziehe ASF o.ä.vor). Manchmal ist auch "Mischung" - in welchem Mischungsverhältnis auch immer - angesagt. Das mußt Du ausprobieren. Selbstverständlich kommt auch der Effekt zur Geltung, daß Benzin als Brennstoff eine ausgenudelte (Petroleum-)Düse kompensiert. Es ist aber nicht möglich, die komplexen Hängelampendüsen von Continental so einfach mit dem Hämmerchen zu bearbeiten, daß alles wieder passt.
Was die Leuchtstärke betrifft, die änderte sich manchmal recht schlagartig (z.B. bei Petromax von 200 auf 250 Kerzen, beim Continental Scheinwerfer plötzlich ohne jede Änderung am Gerät von 3000 auf 4000 Kerzen.) - vor allem aus Marketinggründen: 1000 Kerzen mehr Licht für den geringfügig höheren Preis, alles Lug und Trug, wenn Du mich fragst, mathematisch sicher fundiert aber für niemanden nachvollziehbar oder nachprüfbar.
Ich habe mir allerdings nie die Mühe gemacht, die Prospekte und Kataloge nach Modellnummer und Lichtstärke auszuwerten und das über die Jahre in Zusammenhang zu setzen. Falls das jemand machen möchte, stelle ich die Unterlagen gern zur Verfügung, mir fehlt die Zeit dazu.

Grüße

Erik



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.19 20:06.
Re: Fragen zur Continental No 761 Starklichthängelampe
02. Mai 2019 16:22
Hallo Martin und Erik.

Ich bedanke mich für eure informativen und interessanten Beiträge.
Gedanken mach ich mir über Martins Ausführungen über den Zweck des Loches an den Glasglocken der Starklichthängelampen.
Es kommt vor daß man eine Häla ganz normal und ohne Probleme startet. Aber nach ein paar Minuten oder auch länger merkt man daß die Lampe nicht wie gewohnt hell leuchtet. Dann nadle ich immer während des laufenden Betriebes. Ist allermeistens kein Problem. Nur wenn man mit der Nadel manchmal etwas zu lange die Düse verstopft geht die Lampe aus. Das Petroleum/Luftgemisch strömt aber weiterhin durch den Brenner und den erloschenen Glühkörper in die Glasglocke.Dann kann man deutlich sehen wie sich ein Minizyklon in der Glasglocke bildet. Und zwar von dem unteren Löchlein nach oben.
Da hilft es auch nicht gleich wenn man den Sprithahn zudreht, weil noch jede Menge Petroleum in der Spritleitung drin ist.
Also als ich den Rauchwirbel so im Glas sah dachte ich mir daß das kleine Loch am unteren Ende der Glasglocke schon etwas mit dem Luftdurchsatz zu tun haben muß. Ich denke dabei an die Kühlung der Lampe und damit verbunden an einen gleichmäßigen und störungsfreien Betrieb der Hängelampe.
Ist nicht das der Hauptgrund für das Vorhandensein des Löchleins am unteren Ende der Glasglocke?
Wenn die Glasglocke kein Löchlein hätte würde die Lampe doch schneller überhitzen und ab 250Hk das Glas zerspringen?
Meine Beobachtung ist auch je größer die Glasglocke ist um so größer ist auch das Loch in der Glasglocke.

Oder sind meine Gedanken und Beobachtungen grottenfalsch?

MFG. Reinhard



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.19 16:25.
Re: Fragen zur Continental No 761 Starklichthängelampe
02. Mai 2019 21:55
Hallo Reinhard,
die Luft aus dem Loch unten wird nicht zur Verbrennung benötigt, denn die kommt ja von der Mischkammer, wo die Düse sitzt. Kühlung wäre schon möglich, aber dann müsste das Loch wirklich schon ziemlich groß sein, bei allen Lampen. Und dann wäre ja immer noch nicht ganz sicher, wo genau die Luft entlangströmt, denn es gibt ja auch keine Elemente zur Luftführung. Außerdem sollten hitzefeste Gläser (mit niedrigem thermischem Ausdehnungskoeffizient) eigentlich kein Problem haben. Das Zerspringen passiert durch unterschiedliche Temperaturverteilung, so dass eine Kühlung sich m.E. eher nachteilig auswirken würde.
Bei Brennkammern für Strahltriebwerke und bei Raketentriebwerken gibt es die sogenannte Filmkühlung, bei der man gezielt kühlere Luft (oder kühlenden Treibstoff) an den metallischen Bauteilwänden entlangströmen lässt, um die Materialien zu schonen. Das sind aber ganz ausgefuchste Blechkonstruktionen, und nicht mit den Glasglocken der Hängelampen zu vergleichen.
Gruß, Martin

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Re: Fragen zur Continental No 761 Starklichthängelampe
03. Mai 2019 23:54
Hallo Martin,
Ich bin grad wieder am grübeln.
Ich finde so eine Starklichtlampe ist doch auch eine "ausgefuchste Blechkonstruktion".
Ich bin kein Wissenschaftler und auch kein Ingenieur.
Aber meines Wissens braucht doch ein Feuer Sauerstoff um Überleben zu können. Und eine Petroleum/Benzinlampe ist doch auch soetwas wie ein Feuer.
Je mehr Sauerstoff ein Feuer bekommt um so besser brennt es. Wenn also ein kräftiger Windstoß ins Lagerfeuer bläst dann lodern die Flammen erst richtig auf, dank mehr Sauerstoff.
Wenn ich eine Starklichthängelampe im Garten in Betrieb habe leuchten einige meiner Hängelampen besser wenn ich das Anzündtürchen offen lasse.
Nun bin ich mir nicht ganz sicher ob der positive Effekt eintritt weil mehr Sauerstoff ins Mischrohr gedrückt wird oder ob die Lampe durch das offene Türchen besser gekühlt wird.
Ich habe Hängelampen verschiedener Hersteller und Größen. Sie verhalten sich einwenig unterschiedlich.
Zur Zeit überhole ich alle meine Hälas und vergleiche sie miteinander. Grundsätzlich haben alle meine Starklichtlampen Luftlöcher und Schlitze. Wahrscheinlich hat man damals der Anzahl, Anordnung und Größe große Bedeutung zugemessen.
Ich erlaube mir mal den einteiligen Gußboden meiner Ditmar 561 zu zeigen. Bei ihm sind außen ganz viele kleine Löcher im Gußboden. Dieser Lampe ist es egal ob das Anzündtürchen auf oder zu ist, ob sie drinnen oder draußen leuchtet.
Ich glaube daß eine ausgeklügelte Luftzirkulation innerhalb der kompletten Starklichthängelampe ein sehr wichtiger Faktor für den perfekten Leuchtbetrieb ist.
Und zur kompletten Lampe gehört natürlich auch die Glasglocke.

Nachtrag zur Continental 761:
Die Glasglocke mit dem kleinen Löchlein wurde angeblich nachträglich dazugekauft und niemals in Betrieb genommen. Die Glocke einer Petromax 835 passt vom Sitz her perfekt. Die Lampe ist unrestauriert.
Tank stinkt nach eingetrocknetem Benzin.
Morgen fang ich damit an.

MFG. Reinhard
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