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Umbau einer Petromax
geschrieben von Rainer Schmitz 
Umbau einer Petromax
20. Januar 2001 21:02
Hallo,

kann man eigentlich eine Petromax aus Edelstahl nachbauen. Damit könnte man Pumpenventil, Manometer, etc. verbessern (durch Industrieteile ersetzen). Auf diesen neu erstellten Tank kann man denn das bestehende Petromaxoberteil aufsetzen. Hat jemand schon von einen Eigenbau einer Petroleumlampe gehört?

Hat jemand eine Ahnung warum der Glühstrumpf leuchtet?

Rainer Schmitz
Hallo
der folgende Äbsatz (und weitere Informationen über Petroeleum Starklichtlampen) ist nachzulesen unter:
[www.hytta.de]
Zitat:
Auer von Welsbach erfand im Jahr 1885 das Prinzip des Gasglühlichts. In der Flamme eines Bunsenbrenners brachte er einen Gewebekörper zum Leuchten, dessen Lichtstärke 6 mal höher lag, als die einfache Flamme des Bunsenbrenners. Das Leuchten wurde durch einen über der Flamme aufgehängten Glühkörper erzielt, dabei diente der Brenner nur als Heizquelle. Aufgrund seiner Form bürgerte sich der Name Glühstrumpf für den Glühkörper ein. Der Glühstrumpf bestand aus einem Baumwollgewebe, das mit Thorium- und Cernitrat getränkt war. Bei erstmaliger Benutzung des Glühstrumpfs verbrennt das Baumwollgewebe und ein gesintertes Skelett von Thorium- und Ceroxiden bleibt zurück. Diese Oxide entwickeln bei entsprechender Erwärmung das kräftige Leuchten. Das gefundene Prinzip revolutionierte insbesondere die Straßenbeleuchtung und fand bald weite Verbreitung.
Der Glühstrumpf leuchtet nach Römpp-Chemielexikon aufgrund von "Thermolumineszenz", aber da streiten sich gelegentlich noch die Geister...
Hier einmal die wichtigsten Informationen und Literaturangaben aus:

-Römpp Chemie Lexikon Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1995-


Gasglühkörper:

Techn. Bez. für die früher in der Straßenbeleuchtung benutzten, von Auer von Welsbach erfundenen Glühstrümpfe, die unter dem Einfluß einer Gasflamme ein gleißend helles Licht aussenden (Auerlicht). Die aus Baumwolle od. Ramiefasern hergestellten Glühstrümpfe wurden mit einem Lsgm.-Gemisch aus Th- u. Ce-nitrat durchtränkt, woraus nach dem Glühen der Strümpfe ein lockeres Gerüst der entspr. Oxide (99,1% Th, 0,9% Ce) entstand. Beim Auerlicht handelt es sich um Thermolumineszenz-Emission, die als Candolumineszenz auch analyt. Verw. findet.


*Thermolumineszenz

Bez. für Lichtemission (Lumineszenz), hervorgerufen durch Erwärmung von Mineralien, Halbleitern u. Isolatoren über eine bestimmte Temperatur. Der Mechanismus der T. ist folgender: Durch Energiezufuhr (z.B. Licht, radioakt. Strahlung, chem. Reaktionen) werden Elektronen in einen angeregten, langlebigen (metastabilen) Zustand (z.B. Haftstellen) gebracht, den sie bei niedrigen Temp. nicht mehr verlassen können. Bei Erwärmung der Probe können die Elektronen therm. in höhere Zustände angeregt werden, von denen aus eine teilw. strahlende Rekombination in den Grundzustand möglich ist. Die Temp., bei der die T. auftritt, gibt Information über die Tiefe der Haftstelle, das Spektrum der T. über die Art des Rekombinationsprozesses. Zur quant. Unters. der T. nimmt man die Lumineszenzspektren in Abhängigkeit von der Zeit bei einer konstanten Geschw. der Temp.-Erhöhung auf (sog. glow-Kurven). T. kann zur Altersbest. von Mineralien od. zur Dosimetrie verwendet werden. Nach Art der prim. Energiezufuhr unterscheidet man zwischen Photo-, Radio- od. Chemo-Thermolumineszenz.

Lit.: Aitken, Thermoluminescence Dating, New York: Academic Press 1985; Chen u. Kirsh, The Analysis of Thermally Stimulated Processes, Oxford: Pergamon 1980; Fleming, Thermoluminescence Techniques in Archaelogy, Oxford: Clarendon Press 1979; Horowitz, Thermoluminescence and Thermoluminescent Dosimetry (3 Bd.), Boco Raton: CRC Press 1984; McKeever, Thermoluminescence of Solids, Cambridge: Univ. Press 1988; McKinlay, Thermoluminescence Dosimetry, Bristol: Hilger 1981; Nature (London) 295, 313 (1982); 313, 105 (1985); Naturwissenschaften 67, 216-226 (1980); 74, 501-503 (1987); Oberhofer u. Scharmann, Applied Thermoluminescence Dosimetry, Bristol: Hilger 1981; Pliquuett u. Solncev, Thermolumineszenz biologischer Objekte, Leipzig: Thieme 1978; Pure Appl. Chem. 54, 493-506 (1982); 59, 639-650 (1987); Ramdohr-Strunz, S. 246; Singhvi et al., Theory and Practice of Thermally Stimulated Luminescence and Related Phenomena, Oxford: Pergamon 1985; Struct. Bonding (Berlin) 25, 1-21 (1976); Zlatkevich, Radiothermoluminescence and Transition in Polymers, Berlin: Springer 1987; s.a. Altersbestimmung, Geochronologie, Lumineszenz u. Phosphoreszenz.


*Lumineszenz

Unter L. versteht man die Emission von Licht im sichtbaren, UV- u. IR-Spektralbereich von Gasen, Flüssigkeiten u. Festkörpern nach Energiezufuhr mit einigen wenigen Ausnahmen. Glühemission (Glühen) wird nicht zur L. gerechnet, ebenso kohärente Streuprozesse bei opt. Anregung. Metalle zeigen im allg. keine L.
Die L. ist stets auf einen Übergang von einem Elektron aus einem energetisch höheren Zustand in einen unbesetzten, energetisch tieferen Zustand zurückzuführen. Da unbesetzte Elektronen-Zustände oft als pos. geladene "Löcher" behandelt werden, läßt sich die L. auch als Rekombination eines Elektron-Loch-Paars beschreiben, bei dem die frei werdende Energie zumindest teilw. in Form eines Lichtquants (Photons) abgegeben wird. Wird die frei werdende Energie in eine andere Energieform als Licht umgesetzt (z.B. in Wärme), so spricht man von strahlungsloser Rekombination.

In manchen Wissenschaftsgebieten wird der Oberbegriff L. in die beiden Fälle Fluoreszenz u. Phosphoreszenz unterteilt. Die L.-Prozesse lassen sich nach der Art der Energiezufuhr einteilen.
Photo-L.: Das Elektron wird durch opt. Anregung in den oberen Zustand gebracht. Dabei ist Ein-, Zwei- od. Mehrquanten- bzw. -stufenanregung über virtuelle od. reelle Zwischenniveaus möglich. Das angeregte Elektron erleidet im allg. vor der Rekombination phasenzerstörende Stöße u. evtl. eine energetische Relaxation in energetisch tiefere Zustände. Emissionsprozesse, die kohärent zur Anregung sind u./od. nur über virtuell angeregte Zustände führen, werden, wie oben schon erwähnt, nicht zur L. gezählt, so z.B. Raman-, Brillouin- u. Rayleigh-Streuung (s.a. Raman-Spektroskopie), Oberwellenerzeugung etc. Der spektrale Schwerpunkt des Emissionsspektrums liegt im allg. langwellig von der Anregungswellenlänge (Stokes Regel), Ausnahmen sind bei Zwei- u. Mehrquanten- bzw. -stufenanregung möglich. Bei der Photo-L.-Anregungsspektroskopie mißt man die Intensität einer bestimmten Emissionsbande in Abhängigkeit von der Anregungswellenlänge bei konstanter Anregungsintensität. Die so erhaltenen Anregungsspektren ähneln im allg. den Absorptionsspektren u. geben Aufschluß über die Mechanismen, mit denen das obere L.-Niveau bevölkert werden kann.

Elektro-L.: Emission von Licht, die durch Anlegen eines elektrischen Felds in Halbleitern u. Isolatoren hervorgerufen wird. Im engeren Sinn sind damit Prozesse gemeint, bei denen ein freier Ladungsträger (Elektron od. Loch, Halbleiter) im elektrischen Feld so viel Energie aufnimmt, daß er durch Stoßionisation ein Elektron-Lochpaar erzeugen kann, das dann im allg. an einer Störstelle (L.-Zentrum) rekombiniert. Die Emissionswellenlänge läßt sich durch Wahl des Wirtsmaterials u. des L.-Zentrums beeinflussen. Derzeit beginnt man die Elektro-L. techn. für Displays einzusetzen. Im weiteren Sinne kann man die Lichtemission von Lumineszenz- u. Laserdioden (s.a. LED, Halbleiter u. Diodenlaser) auch zur Elektro-L. zählen.

Chemo-L.: In einer chem. Reaktion entsteht ein Mol. im angeregten Zustand u. seine Anregungsenergie wird als Lichtquant gegeben. Spielt sich dieser Prozeß in lebenden Zellen ab, z.B. beim Glühwürmchen od. bei bestimmen Meeresalgen, so spricht man von Biolumineszenz. Grüne Pflanzen emittieren bei der Photosynth. im Roten u. Nahen IR.
Thermo-L.: Ein Ladungsträger wird aus einem angeregten, langlebigen, metastabilen Zustand (Haftstelle) mit zunehmender Probentemp. therm. angeregt (z.B. ins Leitungsband eines Halbleiters od. Isolators) u. rekombiniert von dort meist an einem Zentrum strahlend. Das L.-Spektrum gibt dabei Information über den strahlenden Rekombinationsprozeß, das Auftreten der L. mit zunehmender Probentemp. (Glow-kurve) über die Haftstelle.

Radio-L. (auch Kathodo-, Iono-, Röntgen-L.): Von außen werden Teilchen in ein geeignetes Material geschossen, z.B. Elektronen, a-Teilchen u.a. Ionen od. g-Quanten. Dieser Effekt wird z.B. bei den im Kernstrahlungs-Nachw. verwendeten Szintillatoren ausgenützt. Die einfallende radioakt. Strahlung führt zur L., die über einen Photomultiplier (s. Photozellen) registriert wird.
Weiterhin sind bekannt: Lichtemission beim mechan. Zerkleinern od. Zerreiben von manchen Krist. (Tribo-L.), beim Auskrist. (Kristallo-L.) od. beim Auflösen (Aquo-L.) von Krist., beim Bestrahlen mit (Ultra)schall (Sono-L.) od. bei der Elektrolyse (Galvano-L.).

Lit.: Adv. Polym. Sci. 40, 1-68 (1981) ï Adv. Photochem. 11, 165-206, 207-304 (1979); Basov, Luminescence Centres in Crystals, New York: Plenum 1977; Basov, Excition and Domain Luminescence of Semiconductors, New York: Plenum 1979; Beddard u. West, Fluorescent Probes, London: Academic Press 1981; DeLuca u. McElroy, Bioluminescence and Chemiluminescence, New York: Academic Press 1981; Demas u. Demas, Encyclopedia of Physical Science and Technology, Vol. 7, S. 438, New York: Academic Press 1987; Di Bartolo et al., Luminescence of Inorganic Solids, New York: Plenum 1978; Excited States 4, 237-280 (1979) Hurtubise, Solid Surface Luminescence Analysis, New York: Dekker 1981; Kricka u. Carter, Clinical and Biological Luminescence, New York: Dekker 1982; Marfunin, Spectroscopy, Luminescence and Radiation Centers in Minerals, Berlin: Springer 1979; McDermid, in: Bamford u. Tipper, Comprehensive Chemical Kinetics, Bd. 24, Amsterdam: Elsevier 1982; Mielenz, Measurement of Photoluminescence, New York: Academic Press 1982; Morawetz et al., Luminescence from Biological and Synthetic Macromolecules (Ann. N.Y. Acad. Sci. 366), New York: N.Y. Acad. Sci. 1981; Proceedings der International Conference of Luminescence, J. Luminesc. z.B. 24/25 (1981); 31/32 (1984); 40/41 (1987); Proceedings der Internationalen Sommerschulen: -Atomic and Molecular Spectroscopy-, Erice, Sizilien, B. Di Bartolo ed., z.B. NATO ASI Series B, 88 (1983); 114 (1984); Ettore Majorana Intern., Science Series Vol. 30 (1987), New York: Plenum; Prog. React. Kinet. 10, 301-398 (1981); Prog. Polym. Sci. 5, Nr. 2 (1977); Serio u. Pazzagli, Luminescence Assays: Perspectives in Endocrinology and Clinical Chemistry, New York: Raven 198; Tarusov u. Veselovsky, Superfaint Plant Luminescence and its Practical Importance (russ.), Moskva: Univ. Press 1979; Topics Curr. Chem. 100, 127-167 (1982); Turro, Modern Molecular Photochemistry, Menlo Park: Benjamin 1978; Williams, Luminescence of Crystals, Molecules and Solutions, New York: Plenum 1973;


So, alles kapiert? Wenn nicht, kannst Du Dich auch noch etwas in der Literatur vertiefen...!

Patrick
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