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Einlöten von Düsennadeln
geschrieben von Erich 
Einlöten von Düsennadeln
10. April 2015 13:33
Hallo liebe Gemeinde,
nunmehr hätte ich eine Frage an die Lötspezialisten unter Euch.
Hat schon jemand von Euch versucht Düsennadeln einzulöten?
Wenn ja, welches Lot verwendet Ihr, Messinghartlot, Silberhartlot, Neusilberhartlot, Schmelzbereich ca. 600° C oder 730°C.
Hat schon jemand von Euch Kathaldraht ausprobiert?
Grüsse
Erich
Re: Einlöten von Düsennadeln
10. April 2015 13:57
Hallo Erich,

Weichlot funktioniert dort wohl nicht und Hartlöten ist völlig raus da der dünne Draht sofort weichglüht
wenn Du nur in die nähe einer Flamme kommst.

Falls Du Kanthaldraht meinst - denn kenne ich nur gecrimpt....
wie auch alle Dussennadel die ich bislang sah - irgendwie in Ihre Halter gepresst waren....

mit freundlichem Gruß
Torsten

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Ex fumo dare lucem
Re: Einlöten von Düsennadeln
10. April 2015 14:03
Hallo,
ich hab mich immer damit beholfen, den Draht aus einer vorhandenen Düsennadel auf den Nadelträger einer anderen zu Transplantieren. Zwei leichte, gut gezielte Schläge mit dem Hammer - und das hält. Löten wollte ich da nicht.

Grüße
Erik
Re: Einlöten von Düsennadeln
10. April 2015 18:56
Hi, ich denke das geht schon. Man muss den Draht mit so einer Wärmeableit Pinzette aus Alu, gibt es zum löten empfindlicher Elektronikbauteile, bis ganz kurz vor den Nadelträger fassen. Dann mit Nadelspitzer Flamme nur den Nadelträger ganz kurz rot werden lassen. Das geht nicht mit normalem (auch kleinem) Lötbrenner. Ich habe so ein Mikro Löt- Schweisssgerät mit Gas/Sauerstoff. Das macht gut 1300 Grad bei Nadelspitzer Flamme. Die Brennerköpfe sind Kanülen. Um die Nadel rum mit Spucke etwas Pulverflussmittel und dann mit einem vorne platt geklopften 1 mm Silberlotdraht im richtigen Moment ran. Dann ist der Draht im Träger mit heiss genug ohne aus zu glühen. Es zieht sich ein bisschen Lot rein und die Nadel sitzt fest. So ähnlich habe ich früher auf der Arbeit sehr feine Widerstandsdrähte mit den Versorgungsleitungen verlötet. Mit etwas Übung ging das gut. Ist halt etwas Gefühlssache und Timing.
CU Bernd
Re: Einlöten von Düsennadeln
13. April 2015 12:44
Hallo Bernd,
danke für den Hinweis.
Grüsse
Erich
Re: Einlöten von Düsennadeln
13. April 2015 21:48
Hallo zusammen,also ich löten mittlerweile fast alle Nadeln wieder in den Nadelträger . Für einige Lampen muß ein Nadelträger angefertigt werden . Da kommt mann nicht umhin etwas einzulöten . Kleine Düse des Lötgerätes ( 0,4-0,6 mm) und Hilfsmittel zur Fixierung der Materialien sind zwingend.Ich nehme Silberlot 0,5 mm und das passende Flußmittel.
HG

mit Grüßen aus Stadtoldendorf von
Roland
Re: Einlöten von Düsennadeln
14. April 2015 13:25
Hallo Roland,
vielen Dank die Auskunft.
Grüsse
Erich
Re: Einlöten von Düsennadeln
27. April 2015 09:18
Hallo liebe Gemeinde,
das Einlöten der Düsennadeln funktioniert vorzüglich, auch wenn es eine ziemliche "Primelei" ist.
Alternativ habe ich auch folgende Arbeitsweise ausprobiert:
Zuerst wird der Nadelträger ausgeglührt und in kaltem Wasser abgeschreckt, da er in der Regel ausgesprödet ist. Bei einem späteren Einpressen der Nadel würde er ansonsten langsam zerbröseln. Gegebenenfalls kann er, je nach Bedarf, mit etwas Silberhartlot aufgelötet werden. Hiernach habe ich den oberen Grat der Nadelaufnahme mit einer feinen Schlüsselfeile dezent abgezogen und gerade ausgerichtet. Die Aufnahme für die Düsennadel wurde mit einem Microbohrer hergestellt. Dabei hat es sich ergeben dass gute Resultate erzielt wurden, wenn die Nadel saugend in die Aufnahme passte. Das Verpressen wurde mit einer Aderendhülsenzange aus dem Kfz-Zubehör vorgenommen.
Als Nadeldraht wurde in 2 Fertigungschargen zum einen Akkupunkturnadeln verwendet; zum anderen glatter Kathaldraht. Gute Erfahrungen habe ich mit Kathaldraht gemacht, welcher über 1000°C hitzebeständig ist. Dieser kann für wirklich kleines Geld im Elektrozubehör erworben werden, 50m zwischen 5 bis 8 Taler. Der Vorteil dieses Drahtes ist wirklich dass es ihn in wirklich allen möglichen nur denkbaren Stärken gibt.
Ich habe die Stärke 0,22 mm und 0,14 mm in Testnadelträger verbaut.
3 HK 500 brennen nunmehr seit jeweils mehr als 200 Betriebsstunden, wovon eine als 250er gedrosselt ist. Die gelötete Nadel hebt ebenso wie die verpressten; bisher gab es keinen Nadelverlust im Nadelträger.
Viel Spass beim Basteln
wünscht Euch
Erich
Re: Einlöten von Düsennadeln
06. Mai 2015 23:38
Moin Erik!

Wie bekommst Du denn das Loch im Nadelträger entsprechend hingearbeitet?

_______________________________________________________________________________________________________________
Es ist geradezu ein Verbrechen gegen die beiden Männer, die längst der kühle Rasen deckt, ihre Verdienste um die Lampenindustrie zu verschweigen
-------
So denn, das war's (KS)...
...DFR (www.lampenmaxe.de)
Re: Einlöten von Düsennadeln
15. Mai 2015 10:23
Hallo Dirk
das Loch habe ich mit einem Microbohrer hergestellt. Ist aber nicht zwingend notwendig.
Den Nadelträger erhitzt Du mit einem Minischweissgerät, ich habe die Microdüse 0,4 verwendet. Du erhitzt so lange bis der Nadelträger von rotglühend ins leichte gelbliche geht. Den Nadeldraht habe ich mit einer alten Stahlpinzette (einer sehr breiten Pinzette, zwecks Wärmeaufnahme und Ableitung, danke für den Tip, Bernd) ins glühende Material eingesteckt. Danach ziehst Du die Lötflamme nochmals kurz auf die Nadel zu. Der Messingträger glüht auf; trägst Du eine Kopflupe (Vergrösserungsglas), dann kannst Du sehr gut erkennen wie sich das Messing um die Nadel verläuft.
Ich habe auf diese Art zwischenzeitlich jeweils Düsennadeln mit Akupunkturnadeln bestückt, ebenso mit glattem Kanthaldraht, davon jeweils eine gelötet und eine verpresst.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die Akupunkturnadel deutlich elastischer ist, man merkt es sehr gut beim Einstechen der Nadel ins glühende Messing. Der Nachteil dieser Nadel ist jedoch, dass sie, nach meinem Dafürhalten, deutlich früher zu glühen anfängt.
Kantaldraht ist zwar schlechter zum Einstechen ins glühende Messing, jedoch fängt er erst ab ca. 1200°C zu glühen an.
Beide Nadelsorten harben zwischenzeitlich bei mir einen Testlauf von jeweils mehr als 200 Betriebsstunden überstanden und zwar sowohl in der verpressten wie auch in der gelöteten Version. Nadeln funktionieren!. Keine Ausfälle!
Zwischenzeitlich hat mich der Basteltrieb gepackt. Das Gewinde meines Vergasergestänges ist M2 x 0,4.
Die Überlegung war, mit wenig Aufwand einen Nadelträger zu finden, mit einem Nadeldraht zu bestücken. Es sollte ein gut zu verformendes Messingteil sein.
Fündig wurde ich im Modellbau, gelegentlich wird diese Ware auch in Baumärkten angeboten. Hier gibt es für kleines Geld Messingrohre im Durchmesser von 2 mm. Die Wandstärke beträgt zwischen 0,3 und 0,5 mm. Also ideal zum Verpressen. Ich habe hiervon ein Stück von ca 16 mm abgelängt. Der Messingträger einer käuflichen Nadel ist ca. 13 mm lang. Es sollte eine Düsennadel für die HK 150, PX 830, werden.
In das Rohr wurde daher glatter Kanthaldraht in der Stärke 0,12 mm eingezogen, so dass der Nadeldraht ca. 6-10 mm über das Messingwerkteil herausschaute. Sodann wurde der Nadeldraht mittig zentriert und das Rohr an überstehernden Ende mit einer Zange verpresst. In einem Minischraubstock erfolgte die endgültige Verpressung des Rohrteils auf eine Restlänge con ca. 7 - 9 mm.
Sodann wurde am anderen, noch offenen Rohrende der Kanthaldraht, bündig mit dem Rohr, abgeschnitten.
Auf dieses Ende sollte numehr das Gewinde M2 geschnitten werden. Jedoch war mir das Aussenmaterial etwas zu schwach.
Daher wurde auf die Öffnung ein Pünktchen Flussmittel aufgetragen. Mit Einsatz des Miniautogenschweissgerätes wurde das Messingteil erhitzt bis ca. 3 mm abschmolzen, das Material lief in das Rohr und dieses füllte auf.
Sodann wurde die Lötstelle mit einer Schlüsselfeile geglättet und geradegezogen, im Anschluss das Gewinde aufgeschnitten.
Es erfolgte die Montage der Testdüsennadel, das Nadelgestänge musste etwas korrigiert werden, ebenso wurde die Nadel etwas gekürzt, da Überlänge. Fazit: Test von 6 1/2 Betriebsstunden überstanden.
Versuch Nr. 2:
Gewindestange M 2 x 0,4: Abschnitt eines 13 mm -Bauteils. Setzen eines Kernlochs mit ca. 1 cm Bohrtiefe, Bohrer 1 mm.
Verpresst wurde das Bauteil zusammen mit einem Stück Kanthaldraht im Schraubstock, Presslänge am Werkstück ca. 6 mm.
Nadel hebt. Funktion nach ebenfalls 6 1/2 Betriebsstunden ohne Beanstandung.
Grüsse
Erich
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