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Heinze Kocher
geschrieben von Torsten Scherning 
Heinze Kocher
28. Februar 2017 22:42
Hallo Forum

Ich habe nun auch den bekannten
Heinze (Bundeswehr) Kocher und
auch einige Fragen:
Der Tank ist ja durch die 3 Nasen verdrehsicher
am Behälterboden fixiert... ich müsste
den aber ein paar Grad nach links verdrehen
weil sich die Regulierstange nicht ganz gerade
aufstecken lässt.
Das Lagerblech ist am Behälter vernietet und der
Brenner ist ebenfalls fixiert.
Kann man die 3 Nasen am Tankboden abfeilen ?
Viele Bilder im I-Net zeigen ebenfalls eine "schiefe"
Regulierstange... ist also nicht nur bei meinem so.

Der Tankinhalt wird oft mit 1.4 Liter angegeben..
Die passen auch rein - jedoch funktioniert dann der
Rapid nicht mehr und saugt statt Luft nur Petroleum.
Mit einem Liter funktioniert alles... was darf da tatsächlich maximal rein ?

Das Druckanzeiger/Überdruckventil Ding ist total träge....
Der Stift kommt erst nach einer Weile raus und auch Überdruck wird sehr verzögert abgeblasen.
Irgendetwas im Ventil scheint verklebt...
Hat das schon mal jemand gereinigt? Falls ja- wie ?

Der Tank ist ja wohl aus Messing.
Die Oberfläche jedoch ist extrem rauh.
Warum macht man sowas?
Jeder Lappen ist nach 2 Putzbewegungen durchgescheuert..
Wie putzt ihr den Tank?

Vielen Dank.

mit freundlichem Gruß
Torsten

----------------------------------
Ex fumo dare lucem
Re: Heinze Kocher
28. Februar 2017 23:15
Hallo Torsten,
willkommen im Club! Meiner war auch schief, aber ich habe den kompletten Brenner um ein paar Grad "verbogen", so dass jetzt alles 1a passt. Die 3 Nasen am Tankboden würde ich auf keinen Fall abfeilen, denn sonst hast du womöglich schnell mal den Tank ruiniert.
Bisher habe ich immer nur einen Liter eingefüllt, und dann funktioniert der Rapid auch einwandfrei. Die Brenndauer reicht damit auch für längeren Betrieb, insofern würde ich die Spezifikation nicht ganz so ernst nehmen.
Das Überdruckventil an meinem Kocher habe ich noch nicht getestet, obwohl das sicher nicht ganz unwichtig wäre. Aber selbst mit einem großen Topf wird das Teil nicht so warm, dass ich mir bei Petroleum-Betrieb Sorgen machen müsste.
Und poliert wird das Teil auch nicht: Es sind zwar einige "Hochglanz-Exemplare" im Netz zu sehen, gegen die ich aber niemals versuchen würde anzustinken. Und du bist ja auch eher Benutzer und kein Sammler, oder!? Jedoch hat keiner der Lappen, die ich bisher zum Reinigen benutzt habe, den Geist aufgegeben. Und notfalls hilft sicher ein Abrazo- oder Scotch-Brite-Schwamm (oder wenn's hart kommt: Stahlwolle).
Gruß, Martin

-----
No electrons were harmed in the posting of this message, although several might have been accelerated against their collective will.
Re: Heinze Kocher
28. Februar 2017 23:31
Hallo Martin
Nee ...polieren möchte ich den nicht.
Wenn deine Lappen nicht durchgescheuert
sind... ist deine Oberfläche nicht rauh.
Ich frage mich halt wie man in der Produktion
eine solche Oberfläche erzeugt.

Ich habe die Version des Kochers OHNE
Manometer.... also hinten einen simplen Tankdeckel
und vorne links ein mit VDO gemarktes Ding aus Messing
Welches ähnlich wie bei den Tilley Lampen den Druck mit einem Stift anzeigt und zusätzlich als Überdruckventil fungiert.

Fotos folgen morgen.

mit freundlichem Gruß
Torsten

----------------------------------
Ex fumo dare lucem
Re: Heinze Kocher
01. März 2017 08:49
Hallo,

hier die Bilder vom Druckanzeiger (Artikel Nr 6259 laut der Gebrauchsanleitung)

Es gibt den Kocher einmal mit gewohntem Manometer - dann sitzt hinten ein Füllschraubdeckel mit eingebautem Überdruckventil -
oder eben wie bei mir mit Druckanzeiger ... dann sitzt hinten ein simpler Füllschraubdeckel weil im Druckanzeiger das Überdruckventil integriert ist.

Zum Vergleich : bei dem weit rausragendem Stift zeigte das Geniol Manometerchen- ca. 2 Bar.

mit freundlichem Gruß
Torsten

----------------------------------
Ex fumo dare lucem



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.17 09:19.


Re: Heinze Kocher
01. März 2017 19:15
Moin Torsten

Torsten Scherning schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wenn deine Lappen nicht durchgescheuert
> sind... ist deine Oberfläche nicht rauh.
> Ich frage mich halt wie man in der Produktion
> eine solche Oberfläche erzeugt.

Ich wollte dir gerade erzählen, dass man Werkzeuge hier und da bewusst aufraut, um den Materialfluss beim Umformen zu steuern. Ob das bei so einem einfachen Bauteil notwendig ist, sei dahingestellt - die Möglichkeit besteht jedenfalls theoretisch. Auf deinen Fotos ist allerdings zu sehen, dass auch der Pumpenschacht rau ist. Daher schwenke ich um auf: Ein professioneller Restaurator hat das Teil vor dem Verkauf sandgestrahlt!?

Die Frage nach dem Rapid ist, glaube ich, eine Fangfrage, oder?

Gruß,
Tobi

- - - - -
"Denn ist nicht alles, was man Kindern tut, Gewalt? -
Zu sagen: - ausgenommen, was die Kirch'
An Kindern tut."
G.E.Lessing, Nathan der Weise
Re: Heinze Kocher
01. März 2017 19:57
Tobias Jesse schrieb:
-------------------------------------------------------
.....
> Ich wollte dir gerade erzählen, dass man
> Werkzeuge hier und da bewusst aufraut, um den
> Materialfluss beim Umformen zu steuern. Ob das bei
> so einem einfachen Bauteil notwendig ist, sei
> dahingestellt - die Möglichkeit besteht
> jedenfalls theoretisch. Auf deinen Fotos ist
> allerdings zu sehen, dass auch der Pumpenschacht
> rau ist. Daher schwenke ich um auf: Ein
> professioneller Restaurator hat das Teil vor dem
> Verkauf sandgestrahlt!?
...


Hallo Tobi
Ich komme gerade aus dem Keller und habe den Tank im Spülbecken mit starkem Reiniger und ako pads geschrubbt.
tatsächlich ist die Oberfläche jetzt fast glatt.... ? Das spricht doch eher gegen Sandgestrahlt... ?

Auch glaube ich nicht an einen professioniellen Restaurator. Im Kocher klebte noch ein Zettel
(den ich selbstverständlich direkt entsorgte) von einer Bundeswehr Instandsetzungs-Stelle.

Seltsam ist, dass ich erst jetzt eine dicke Lötstelle neben der Pumpe entdecke... als ob die Lötstelle mittels Farbe überdeckt war .
Nur - warum sollte jemand einen Messing Tank mit Messing-Farbe angesprüht haben ? das macht doch keinen Sinn.

Ist jetzt aber auch ziemlich gleich. nach dem reinigen scheint er glatt.

> Die Frage nach dem Rapid ist, glaube ich, eine
> Fangfrage, oder?

nö. ich habe den Rapid tatsächlich ausprobiert und neige fast dazu diesen bei dem Kocher auch gelegentlich zu benutzen.
Aber das zeigt erst die Zeit wie ich ihn tatsächlich starte.

mit freundlichem Gruß
Torsten

----------------------------------
Ex fumo dare lucem


Re: Heinze Kocher
01. März 2017 20:35
Martin schrieb:

... aber ich habe den kompletten Brenner um ein paar Grad "verbogen", so dass jetzt alles 1a passt. ...

Hallo Martin,
Danke für den Tipp. ich konnte mir nicht vorstellen wie man da noch etwas biegen kann -
aber es geht mit einem 21iger Maulschlüssel einwandfrei und nun passt auch die Regulierstange sauber drauf.

Nun bleibt nur noch das reinigen des verklebten "VDO Druckanzeigers" übrig.
ich werde es mal im Ultraschallbad versuchen - mehr als kaputtgehen kann das Ding ja nicht.
Oder hat das schon mal jemand zerlegt ?
Auch heute wieder zeigt das Manometer 2 Bar - der Stift jedoch bewegte sich nicht.
Erst wenn ich in Richtung 3 Bar pumpe kommt zeitverzögert der Stift heraus und das Überdruckventil bläst auf knapp unter 2 Bar ab.

Hat schon mal jemand einen Windschutz für den Heinze Kocher gebastelt ?
der Kocherbehälter schreit ja geradezu nach dem anstecken von Seitenblechen.... ;-)

mit freundlichem Gruß
Torsten

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Ex fumo dare lucem
Re: Heinze Kocher
01. März 2017 21:31
Hallo Torsten,

die Oberfläche des Tanks kommt meiner Meinung nach vom Sand- oder Glasperlenstrahlen des Tanks.

Sinn dieser Oberflächenbearbeitung, das Entfernen von Flussmittelresten und Anlassfarben, welche vom Hartlöten des Tanks bzw. der Armaturen

übrig geblieben sind.

Die von Dir erwähnte "Messingfarbe" war bestimmt ein Rest Flussmittel.

Gruß

Martin
Re: Heinze Kocher
03. März 2017 08:14
martin könig schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Torsten,
> die Oberfläche des Tanks kommt meiner Meinung
> nach vom Sand- oder Glasperlenstrahlen des Tanks.
> Sinn dieser Oberflächenbearbeitung, das Entfernen
> von Flussmittelresten und Anlassfarben, welche vom
> Hartlöten des Tanks bzw. der Armaturen
> übrig geblieben sind.

> Die von Dir erwähnte "Messingfarbe" war bestimmt
> ein Rest Flussmittel.

> Gruß
> Martin

Hallo Martin,
die "Messingfarbe" ist eine bloße Vermutung, weil ich die Stelle mit dem Lötzinn oben auf dem Tank zuvor nicht entdeckt hatte.

Ich habe noch keinen Kochertank zerlegt - wäre jedoch erstaunt wenn da Teile hartgelötet wären ?
an Lampentanks sind alle Zubehörteile weich gelötet. Ich würde denken, dass an diesem Tank ebenso verfahren wurde -
Aber ich weiß es nicht sicher. Was ich sicher weiß - dass der Kocher vor mir nie in privater Hand war.

Was meiner Meinung nach gegen Sandstrahlen usw. spricht - das der Tank mit ausnahme eines kleinen Bereiches am Pumpenrohr überall gleichmäßig rauh war... auch auf der Unterseite - wo es ja gar keine Lötstellen gibt.
und... wenn ich hier in der Werkstatt ein Teil Glasperstrahlen lasse - ist es absolut glatt.

mit freundlichem Gruß
Torsten

----------------------------------
Ex fumo dare lucem


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