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Gasdrucklampe Mewa (351)
geschrieben von Erich 
Gasdrucklampe Mewa (351)
25. November 2019 16:30
Hallo Kollegen,
tja, unsere grüne Mewa Gasdrucklampe (351) war hinsichtlich der Vergaserdüsen immer etwas problembehaftet.
Die Orginaldüsen waren quasi nicht mehr zu beschaffen. Betroffen sind hiervon die geraden Vergaser (ohne Pilz) in welchen das Gewinde 6 x 1 mm eingeschnitten ist.
Abhilfe hat nunmehr der Chinamann geschaffen mit seinen Extruder-Düsen, welche über ein M6-Gewinde verfügen.
Diese gibt es mit der Düsenbohrung 0,2 mm und 0,25 mm. Beide Versionen sind tauglich für die Mewa. Lediglich muss die innere Bohrung der Düse vorsichtig auf 3,5mm aufgeweitet werden, damit die Düsennadel problemlos "einfahren" kann.
Der Stückpreis einer solchen Druckerdüse liegt bei ca. 0,15 Teuros, also im vertretbaren Rahmen.
Meine Gebrauchsmewa hat den Testlauf ohne Murren überstanden.

Grüsse

Erich
Re: Gasdrucklampe Mewa (351)
25. November 2019 19:23
Hi Erich,

ich weiß gar nicht mehr, von wem ich den Tipp hatte,
ist auch schon eine Weile her, als ich mir welche bestellte.
Alleine meine derzeitige Bastel-Unlust ist der Grund, daß ich sie noch nicht ausprobiert habe.
Schön zu lesen, daß es mit denen funktioniert.

Gruß Rüdiger
Re: Gasdrucklampe Mewa (351)
25. November 2019 20:32
Hallo Erich
Vielen Dank für die Ideen.

Nun gibt es an langen Winterabenden
einen Grund mehr zu basteln. ;-)

mit freundlichem Gruß
Torsten

----------------------------------
Ex fumo dare lucem
Re: Gasdrucklampe Mewa (351)
08. Dezember 2019 23:41
Hallo Erich,

ich habe eure Beiträge bereits vor 2 Wochen gelesen, allerdings nicht ansatzweise verstanden, worum es hier überhaupt ging. Gestern hat Torsten es mir freundlicherweise in für mich verständlichen Worten erklärt und nun muss ich sagen: Vielen Dank für diesen genialen Tip!

Ich habe mir direkt eine Charge 0,1 mm Düsen bestellt, um eventuell meine Phoebus 615 nach Jahren wieder reparieren zu können. Damals habe ich mir durch Blödheit die Düse ruiniert.

Gruß,
Tobias

- - - - -
"Denn ist nicht alles, was man Kindern tut, Gewalt? -
Zu sagen: - ausgenommen, was die Kirch'
An Kindern tut."
G.E.Lessing, Nathan der Weise
Re: Gasdrucklampe Mewa (351)
11. Dezember 2019 18:04
Braucht man nur noch ne link zum Chinamann.

Leuchtende gruss,

Wim van der Velden
[www.petromax.nl]

....... It's light Jim but not as we know it .......
Re: Gasdrucklampe Mewa (351)
29. Dezember 2019 14:58
Moin,

die Düsen sind überraschend noch dieses Jahr eingetroffen. Ein erster Check macht skeptisch: Die originale Düsennadel von Phoebus hat lt. Bügelmessschraube einen Durchmesser von 0,15 mm - sie passt allerdings durch alle stichprobenartig von mir getesteten und mit "0.1" gestempelten Düsen :/

Nun muss ich wohl nach Gefühl die kleinsten Bohrungen ermitteln und versuchen, diese umzuarbeiten. Es bleibt spannend....

Gruß,
Tobi

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G.E.Lessing, Nathan der Weise


jetzt: Phoebus 615
03. Januar 2020 21:42
Moin,

heute habe ich es nicht mehr ausgehalten und eine Düse umgearbeitet. Vorweg: Es funktioniert tatsächlich. Die Phoebus leuchtet mit Petroleum hellweiß und müffelt ziemlich stark - alles wie früher :)

Jetzt die schlechte Nachricht: Die Qualität der Fernostdüsen schwankt erheblich bis in den Bereich der Unbrauchbarkeit. Auf dem ersten Bild sind fünf Düsenbohrungen zu sehen. Ganz oben ist eine originale unbenutzte Phoebusdüse, sehr schön rund mit ca. 0,17 mm Durchmesser. Darunter vier Beispiele aus einem Los von 50 Düsen. Wie man sehen kann, sind einige nicht nur eiereckig, sondern weisen auch nicht im entferntesten den angegebenen Wert an. Die unterste Düse habe ich umgearbeitet. Mir war leider beim Drehen nicht klar, dass ich den 7mm-Sechskant nicht hätte abdrehen müssen (siehe Bild 2 Mitte), das ist mir erst später aufgefallen. Ich werde ihn beim zweiten Exemplar dran lassen.

Hat jemand Informationen, wie Düsen z.B. in den Fünzigerjahren oder noch früher hergestellt wurden? Ich bin doch beeindruckt von der Qualität der originalen Bohrung, man sieht unter dem Mikroskop weder einen Grat, noch Reste einer Zentrierbohrung. Im Vergleich sehen die Nachfertigungen aus Fernost schlimm aus, obwohl der Maschinenpark und die Werkzeuge von dortigen Lohnfertigern mittlerweile doch mindestens den Stand von 1950 oder gar 1930 übertreffen sollten.

Viele Grüße
Tobi

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G.E.Lessing, Nathan der Weise


Re: jetzt: Phoebus 615
03. Januar 2020 22:26
Hallo Tobi,
die Lampe sieht aus, als könn't das noch was werden mit der... Fehlt jetzt noch der passende Schirm, damit sie nicht so blendet!
Aber mal im Ernst: Glückwunsch zur gelungenen Operation. Ich habe mich allerdings auch immer schon gefragt, wie man so kleine Bohrer (und dazu noch mit einer ausreichenden Standfestigkeit (es gab ja auch Stahldüsen) herstellt. Auch die Spanförderung stelle ich mir bei den Dimensionen spannend vor, ganz abgesehen von der nötigen Präzision der Lagerung für die Bohrspindel.
Gruß, Martin

-----
No electrons were harmed in the posting of this message, although several might have been accelerated against their collective will.
Re: jetzt: Phoebus 615
03. Januar 2020 23:46
Martin Kiontke schrieb:
-------------------------------------------------------
> ..wie man so kleine Bohrer (und dazu
> noch mit einer ausreichenden Standfestigkeit (es
> gab ja auch Stahldüsen) herstellt.

Auf die Schnelle finde ich problemlos Bohrer ab 0,2 mm im Versandhandel (10-er Pack für € 3,50).
0,35 mm habe ich selbst schon gebohrt (Messing). 0,4 mm in Edelstahl A4 auch, war allerdings etwas mühsam, werde ich in Zukunft vermeiden.
Kleinere Düsen: Loch zu groß bohren, kalibrierten Draht rein (sauber entgratet!), zunieten, Draht rausziehen. So wurden anscheinend Camping Gaz-Düsen hergestellt.
Oder: Loch zu groß bohren, auf zu kleinen Durchmesser zunieten. Mit konisch geschliffenem Draht (oder passender Akupunkturnadel) auf Solldurchmesser aufweiten. Geht wunderbar 0,35 -> 0.3 mm.

MfG Ludwig
Re: jetzt: Phoebus 615
06. Januar 2020 00:08
Gude Martin und Ludwig,

Martin Kiontke schrieb:
-------------------------------------------------------
> die Lampe sieht aus, als könn't das noch was
> werden mit der...

Danke! Ich weiß das als seltenes, aufrichtiges Kompliment zu schätzen :)

Ludwig schrieb:
-------------------------------------------------------
> Oder: Loch zu groß bohren, auf zu kleinen
> Durchmesser zunieten.

Aua! Gib's zu Ludwig, das hast du jetzt nur so geschrieben, um mich zu ärgern ;) Was die Fertigung der Düsen betrifft: Ich denke, Martin und mir ist generell klar, dass man heutzutage irgendwie eine Düsenbohrung herstellen kann. Mir ging es eher um die Frage nach einer stabilen Serienproduktion mit den Mitteln von vor über 70 Jahren, denn 100 HK-Lampen gibt es ja auch schon sehr lange. Ein 0,35 mm-Bohrer hat grob geschätzt den vierfachen Querschnitt gegenüber einem mit 0,17 mm Durchmesser, daher finde ich den Vergleich nicht so aussagekräftig.

Das Einlegen eines Drahtes ist mir auch schonmal eingefallen. Das Verfahren hätte den Vorteil, dass nach Wegnahme des Pressdrucks die Bohrung immer etwas aufgeht (elastische Rückfederung) und der Draht leicht zu entfernen wäre/lange hält. Gerade ist mir eingefallen, dass ich vor langer langer Zeit mal ein Schliffbild einer Px-Düse angefertigt habe:
Dropbox-Link (3Mb)

Man kann ziemlich deutlich erkennen, dass die eigentliche Düsenbohrung ausschließlich in dem Bereich des "Doms" liegt. Graetz könnte also Spuren vom Presswerkzeug nachträglich weggedreht haben. Herausfinden werden wir es wohl nicht mehr.

Gruß,
Tobi

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"Denn ist nicht alles, was man Kindern tut, Gewalt? -
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An Kindern tut."
G.E.Lessing, Nathan der Weise
Re: jetzt: Phoebus 615
06. Januar 2020 13:08
Tobias Jesse schrieb:
-------------------------------------------------------
> Aua! Gib's zu Ludwig, das hast du jetzt nur so
> geschrieben, um mich zu ärgern ;)

????....grübel,grübel...............................ach so! Pruuust, ROTFL :-)))))
Nee, lag mir fern. Mit Blindnieten geht das doch garnicht...

> ...daher finde ich den Vergleich nicht so aussagekräftig.
Na ja, die 0,35 mm habe ich nahezu frei Hand, nur unter Zuhilfenahme einer äußerst wackligen Hilfskonstruktion gebohrt. Profis können (und konnten) das sicherlich besser und kleiner!

> Herausfinden werden wir es wohl nicht mehr.

MfG Ludwig
Re: jetzt: Phoebus 615
07. Januar 2020 21:26
Hallo zusammen,
habe gerade die notwendige Zeit gefunden, die alten Beiträge etwas durchzuforsten.
Im Prinzip ist ja schon alles aufgeführt.
Unterschiedliche Nadelführungsbohrungen hatte ich an den Düsen meinen Lampen in Asien (damals SeaAnchor 500) schon öfters festgestellt.
Ich habe mir damal einen 3,5 mm Bohrer soweit eingeschliffen, daß er nur noch mit den Flanken, quasi wie ein Fräser die Bohrung aufweitete.
Für diese Arbeit reicht ein Minischraubstock und ein Kleinstbohrgerät wie ein Dremel.
Für das exakte Ausmessen von Düsenbohrungen verwende ich ich in der Regel Akupunkturnadeln. Die gibt es in fast jeder Nadelstärke, welche wir in unseren Lampen verwenden.
Man kann diese Nadeln auch problemlos um Bau von Düsennadeln verwenden, sowohl im Hartlöt- wie auch Pressverfahren.
Grüsse
Erich
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